Der Bolaven Loop

Der Bolaven Loop

Weltreise Tage 92-94  (31.01-02.02)

Nach der schon fast legendären Hosenabholaktion dockt um genau 11 Uhr das Boot direkt auf der Sandbank vor unserer Unterkunft an. Wir springen, so gut es mit 15 Kilo Rucksäcken eben geht, die Böschung herunter, schmeißen unsere Rucksäcke vorne zu den anderen und klettern ins Boot. Es wird uns ans Festland in den Ort Ban Nakasang zurück bringen, von wo aus wir in den Bus nach Pakse steigen. Auf dem Weg in den Norden von Laos gibt es nämlich sehr schöne Landschaften voller Wasserfälle und Höhlen, die bis jetzt von den meisten Touristen noch nicht in ihre Route mit eingebunden werden. Zwei kleine Städtchen, Pakse und Thakhek, dienen als Ausgangspunkte für die Loops die man dort über mehrere Tage mit dem Moped fahren kann. Wir hatten relativ rudimentär recherchiert und wussten, dass wir beide fahren wollen. Wie genau wussten wir allerdings nicht. Der Pakse- oder Bolaven Plateau Loop mit seinen vielen Wasserfällen ist auf jeden Fall zu erst dran.

Busfahren in Laos

Wir haben bei unserem Ticketkauf ein grünes Stück Papier in die Hand gedrückt bekommen und laufen damit zielstrebig zum Busbahnhof. Dort angekommen, sieht man unseren grünen Zettel und sagt, wir seien hier falsch. Und tatsächlich, hier haben alle gelbe und pinke Zettel. So wird also zwischen den Busunternehmen unterschieden… etwas ratlos laufen wir wieder auf die Hauptstraße und sehen zum Glück gleich ein paar weitere Reisende mit grünen Zetteln. Den folgen wir und landen tatsächlich an einer weiteren Busstation. Hier tauscht man unseren grünen Zettel dann gegen einen Blauen aus und wir warten noch ein bisschen. Denn der Bus wird gerade noch gekühlt und etwas geflickt… Das kann ja lustig werden.

Wir haben inzwischen gelernt, dass man schnell sein muss, um die guten Plätze im Bus zu erwischen, also läuftt Hanno schon mal los, während ich mit unserem Gepäck warte, bis es unten verstaut wird. Die Taktik hat sich auch gelohnt, und das gleich aus mehreren Gründen:

Erstens:  Wir haben einen Sitzplatz. Wie sich schnell herausstellt, wurde der Bus überbucht und eine Person muss auf dem Gang sitzen, während zwei weitere gar nicht mitfahren können. Zweitens: Irgendwann während der Fahrt fängt die Klimaanlage in den vorderen Reihen so sehr zu tropfen an, dass die Leute in den betroffenen Sitzen sogar Regenschirme aufspannen, damit sie sich vor dem Wasser schützen können. Allerdings, hatte ich vor mir jemanden sitzen, der es nicht geschafft hat, seine Sitzlehne fest zu stellen. So ist die Fahrt davon geprägt, dass er in regelmäßigen Abständen die Lehne mit der Hand wieder nach vorne zieht, nur um dann in Zeitlupe wieder gefühlt auf meinen Schoß zurück zu kippen. Naja, man kann sie nicht alle gewinnen und zwei von drei sind doch ein guter Schnitt.

Nach ca. der Hälfte der Strecke machten wir dann einen ungeplanten Halt. Der Busfahrer stieg aus und lief ratlos zur Rückseite des Buses. Irgendwas war mit dem Motor. So ein Mist – das kann ja ewig dauern. Auch im Bus macht er eifrig eine Klappe auf um den Motor zu begutachten. Eine ganze Weile passiert gefühlt nichts, bis sie dann wohl irgendetwas mit einem Schlauch zusammen binden und wir weiter fahren können. Wir sind glücklicherweise heile in Pakse angekommen. Das ist wohl das Wichtigste.

Recherche

In Pakse sind wir irgendwann gegen Mittag mit folgendem Plan angekommen: eine Kleinigkeit essen, Loop Recherche, Moped mieten und Abendessen. Soweit so gut. Als Snack gab es Cornflakes  und nach ein bisschen Recherche hatten wir uns auch entschieden den Bolaven Loop eher kurz zu halten und dann den Thahkek Loop, die zweite Mopedtour, etwas ausgedehnter zu fahren, denn die Landschaft um Thahkek soll noch atemberaubender sein als auf dem Bolaven Plateau. Für den ersten Loop, der auch um einiges kürzer ist, planen wir also 2 Tage ein und finden auch einen Blog, nach dem wir uns bezüglich Übernachtungen und Zwischenstopps ein bisschen richten können. Grundsätzlich kann man sich aber auch 3, 4 oder mehr Tage Zeit nehmen.

Mopedsuche

Am Nachmittag geht es auf zu Miss Noy. Der Mopedverleih hat überall im Netz nur gute Bewertungen und bietet zusätzlich zu den Rollern auch noch eine Infostunde zum Bolaven Loop an. Eine wirklich gute Sache. Allerdings hatten wir trotz Hochsaison nicht mit so einem Ansturm dort gerechnet. Wir kamen zu spät. Für den nächsten Tag waren schon alle Mopeds vergeben. Da man beim Anmieten nicht sagen muss wann man wieder kommt und somit flexibel beim Loop bleiben kann, wissen sie halt auch nicht wann ihre Mopeds wiederkommen. Man riet uns abends noch mal wieder zu kommen, vielleicht würde ja noch jemand einen Roller zurückbringen. Leider kein Glück. Wir mussten auf einen anderen Verleih ausweichen. Auf die Empfehlung von Miss Noy wurde Nangnoi unser neuer Vermieter. Auch wenn wir am Abend noch etwas betröppelt waren, dass es nicht so verlaufen war wie geplant, stellte sich später heraus dass Nangnoi eine gute Alternative gewesen war. Das Moped war toll in Schuss und super gewartet.

Sieht zwar aus wie ein Spielzeug, fährt aber wirklich gut

Die Fahrt geht los

Am nächsten Morgen sind wir dann um kurz vor Acht bei unserem Rollerverleih, verstauen unsere großen Rucksäcke in der Gepäckaufbewahrung vom und schwingen uns mit nur einem kleinen Rucksack aufs Moped. Hanno fährt und ich sitze hinten. Einmal volltanken für 2,20 € und ab geht’s aufs Plateau.

Die Fahrt an sich ist nicht ganz so spektakulär wie wir sie uns vorgestellt haben. Bei dem Loop geht es eher um die Zwischenstopps. 

Irgendwo auf dem Plateau
Naja, ein bisschen mit Photoshop bearbeitet, aber sieht doch spektakulär aus, oder? Rot waren die Blüten auch in echt.
Irgendwo auf der Strecke, stand da so rum

Tad Phasuam

Die Phasuam Wasserfälle erreichen wir nach ca. 45 Minuten. Sie liegen mitten im Wald und es ist wenig touristisch ausgebaut. Alles fühlt sich ursprünglich und natürlich an und da wir recht früh los gefahren sind, haben wir sie so gut wie für uns alleine. Ich finde Wasserfälle sowieso toll, wenn man dann auch noch alleine dort ist, sind sie noch mal mehr besonders. In Asien hält man auch zum Glück nicht viel von Absperrungen und so können wir so nah heran klettern wie wir es wagen. Echt schön. 

Kaffee!

Das Bolaven Plateau ist bekannt für seinen Kaffeeanbau und so ist unser nächster Stopp Mr. Viengs Coffee Plantage. Im kleinen Café haben wir uns erst mal in die Hängematten gelegt und die Ruhe genossen. Laos ist wirklich ein sehr gechilltes Fleckchen Erde. Hängematten dürfen nirgends fehlen und alles scheint hier langsamer zu laufen. Die Leute haben eben die Ruhe Weg. Hanno ist voll in seinem Element, ich muss mich erst noch daran gewöhnen und erinnere mich ständig daran mal einen Gang runter zu schalten. Der Kaffee ist übrigens sehr lecker. Ich finde er hat die Stärke von Espresso, während Hanno ihn gerne noch stärker gehabt hätte… na gut, zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. unser Highlight ist dann das Omelett mit Reis dass wir hier zum Mittagessen bekommen. Mehr gibt es nicht zur Auswahl, aber das ist auch vollkommen egal. Denn die Laoten wissen wie man Omelett macht. Deren Version heißt, ganz passend, Lao Omelett und wird mit viel Zwiebeln, Tomaten und Fischsoße gemacht. Dazu gibt es natürlich Reis. Mr. Viengs Version war bis jetzt das beste Lao Omelett der Reise.

Etappenziel

Jetzt sind es nur noch ca. 1,5 Stunden nach Tad Lo. Das kleine Dorf, 86 km von Pakse entfernt, ist nämlich unser heutiges Etappenziel. Eine Unterkunft haben wir zwar noch nicht gebucht aber gefühlt besteht das Dorf nur aus Guesthouses und Homestays. Irgendwo werden wir schon ein Bett finden. Gegen 13 Uhr rollen wir auf den Hof vom Sailomyen Guesthouse – unserer ersten Wahl – und das Pech vom vorabendlichen Rollerverleih wird hier wieder gut gemacht. Wir haben nämlich Glück und bekommen die letzte Hütte. Wie alle Bungalows liegt auch unser Zimmer direkt am Fluß mit Blick auf Wasserfälle – genial! Besser hätten wir es gar nicht treffen können! Auf der Terrasse in der obligatorischen Hängematte genießen wir das Ankommen und machen uns gegen Nachmittag auf zu den Tad Lo Wasserfällen. Außerdem sollen hier gegen Abend auch immer zwei Elefanten gebadet werden. Genial!

Tad Lo Wasserfälle 

Der Weg zu den Wasserfällen führt uns entlang des Flußes, der hier hauptsächlich aus einer Mischung aus kleinen Stromschnellen und noch mehr Wasserfällen und Pools besteht, in denen man baden kann. Es ist wirklich wunderschön. Wir laufen über Bambus- und Holzbrücken, springen auf Steinen herum und genießen einfach das Wasser. Den eigentlichen Tad Lo Wasserfall erreichen wir kurz bevor die Sonne hinter de Felsen verschwindet und freuen uns mal wieder, dass wir ganz alleine an diesem Ort sein dürfen.

Die Elefanten finden wir dann auch noch. Irgendwie haben wir zwar ihr Bad verpasst, aber sie stehen da mitten auf der Wiese und genießen ihren Bambus Snack. Hanno streichelt zum ersten Mal einen Elefanten und sein riesiges Grinsen sieht genauso aus wie meines, bei meinem ersten Mal Elefanten streicheln. Es ist schon etwas besonders so ein riesen Tier berühren zu dürfen, ohne Zaun oder Mauer, einfach so, mitten auf der Wiese.

Die vier haben sich über das Bild beömmelt wie kleine Kinder
Hanno und der Elefant

Ausklang

Abends gibt es dann lecker Essen im Honey Bee Cafe. Wir bleiben wieder unseren Plastikstühlen treu und gehen in das einzige Cafe im Dorf, das nicht zu einem Guesthouse gehört. Es gibt frische Frühlingsrollen (Sommerrollen bei uns in Deutschland), gebratene Nudeln und Ente mit Gemüse und Reis. Wie meistens kommt alles so wie es fertig wird und wir teilen uns die Gerichte, um alles mal probieren zu können. Es ist sehr lecker!

Die Nacht in unserer Hütte wird dann allerdings ziemlich ungemütlich. Das Bett ist nur halbwegs bequem und wir haben unsere Schlafsäcke aus Gewichtsgründen in Pakse gelassen. Jetzt haben wir nur ein Betttuch und eine alte Wolldecke von fraglicher Sauberkeit zum Zudecken. Anfangs reicht das Tuch auch, aber je länger die Nacht, desto kälter wird es auch. Ich habe zum Glück am Abend meinen Pulli mit in die Hütte genommen, Hannos ist aber leider im Roller und der wiederum ist in der Garage eingeschlossen. Dazu kommt noch, dass ich leider vergessen habe seine lange Schlafhose einzupacken… Hanno ist kalt und daher kommt irgendwann sogar die Wolldecke ins Bett. Da ist der Sauberkeitsgrad dann auch egal.

Die größten Pancakes der Welt?!

Da kann der nächste Morgen nicht früh genug kommen und das tut er auch. Um kurz vor 6 Uhr sind wir wach und um 7 Uhr sitzen wir bei MamaPap und warten auf unser Frühstück. Wir haben nämlich in mehreren Blogs gelesen, dass es hier die besten und größten Pfannkuchen des Dorfs gibt. Wir werden nicht enttäuscht. Es passiert ja nicht wirklich oft, dass ich mein Essen nicht schaffe, aber bei dem Pancake muss ich passen. Hanno freut sich und verdrückt den Rest.

Zwar schon angefuttert, aber die Größe lässt sich noch gut erkennen

Mit dem Tandem durch die Welt

Während wir da so beim Essen sitzen, holt ein Pärchen gerade sein Rad aus der Garage und macht sich abfahrbereit. Schon allein in der Hitze Fahrrad zu fahren finden wir verrückt. Dann fahren die aber auch noch Tandem! Und zwar so ein Ding, wo man vorne im Liegen fährt. Wir quatschen die beiden einfach mal an und sie erzählen uns, dass sie vor acht Monaten aus Frankreich gestartet sind. Wahnsinn! Die beiden sind durch Osteuropa und Russland gefahren. Dann so weit durch China wie sie mit ihrem 30 tägigen Visa gekommen sind. Dann mussten sie leider ein Stück fliegen und sind im Norden von Laos wieder auf das Rad gestiegen. Jetzt sind sie auf dem Heimweg und hoffen im Juli wieder in Frankreich zu sein. Während wir uns noch fragen ob die beiden verrückt oder genial sind, hält eine Schweizer Familie neben uns an. Mutter, Vater und zwei Kinder. Auch sie sind mit zwei Liege Tandems unterwegs! Die Kids sitzen vorne, die Eltern lenken hinten. Wir sind extrem beeindruckt und kommen uns plötzlich vor wie Pauschaltouristen.

Tag 2

Zurück auf unserem Moped fahren wir im Schritttempo durchs Dorf und genießen noch einmal die Idylle. Eine Schweinefamilie sucht am Straßenrand nach Essbarem und zwei wirklich fette Säue (das wollte ich schon immer mal schreiben) überqueren gemütlich vor uns die Straße. Die Fahrt von Tad Lo zurück nach Pakse führt uns ca. 115 km durch staubige Landschaft. Eigentlich sind die Straßen auch ziemlich gut in Schuss. Nur die Landminengroßen Schlaglöcher überraschen einen doch ab und zu und machen die Fahrt nie langweilig. Die Straßen sind sogar so gut, dass ich meine erste längere Strecke auf dem Roller fahre, sogar mit Hanno hinten drauf. Er ist auch ganz geduldig, erklärt mir ruhig auf was ich aufpassen soll und erträgt unser Schneckentempo von 30 km/h. (Irgendwann fühle ich mich dann aber sicher und schaffe 60).

Bis Paksong ist die Strecke relativ unspektakulär und wir halten auch nur an um Wasser in uns reinzuschütten. In Paksong ist dann das Moped mit trinken dran und wir gönnen uns eine Pause bei Mr. Koffis Coffee, einem lustigen Europäer der hier ein kleines Café aufgemacht hat. Hanno bestellt (auf Grund seines Magens) grünen Tee und erntet dafür einen ungläubigen Blick. Den Tee bekommt er aber trotzdem und ich meinen Lao Coffee.

Wasserfälle en masse

Nach Paksong wird es dann auch wieder interessant. Ein Wasserfall jagt den nächsten. Da wir jetzt schon wieder in der Nähe von Pakse sind und sich die Wasserfälle auch nicht weit von der geteerten Straße befinden, teilen wir sie uns aber leider auch mit Busladungen voller Chinesen die hier auf Tagestouren hin gekarrt werden. Nichts desto trotz sind Tad Fane und Tad Yuang wirklich sehenswert. An beiden fällt das Wasser ganz naturbelassen in die Tiefe und man kommt, wie immer, sehr nah heran. Echt eine tolle Erfahrung.

Irgendwie haben die Wasserfälle hier in Asien alle was besonderes. Woran das genau liegt, kann ich gar nicht genau sagen, vielleicht weil diese ganzen Naturschauspiele noch nicht so kommerzialisiert sind. Es gibt wenig bis kaum Touristenstände und wenn dann sind sie weit genug von dem eigentlichen Schauplatz entfernt, das dieser unberührt wirkt. Auch die Absperrungen sind auf ein Minimum gehalten und Wege und Stufen die direkt an die Wasserfälle heranführen sind oft natürliche Treppen aus Steinvorsprüngen oder ähnlichem. Auch halten sich die Touristenmaßen in Grenzen. Klar gibt es die chinesischen Tour Gruppen, aber die meisten machen nach erster Sichtung des Wasserfalls ein Foto und drehen wieder um. Kaum jemand wagt sich näher heran. Hier ist man dann wirklich höchstens noch mit einer Handvoll anderer Touristen unterwegs.

Unser Tageshighlight

Bevor wir wieder zurück nach Pakse fahren, haben wir mittags noch einen letzten Stopp – den Tad Phandee Wasserfall. Er ist etwas weiter weg von der Hauptstraße und daher wohl auch nicht so beliebt bei den Bustouristen. Auch endet der Wasserfall in einem See, der sich wohl hervorragend zum schwimmen eignet, und da es gerade genau Mittag ist, also die heißeste Zeit am Tag, ist so eine Abkühlung perfekt. Am Wasserfall sind außer uns nur ca. 15 andere Touristen und es gibt sogar einen kleinen Verschlag in dem man sich ohne Probleme umziehen kann. Da haben die Laoten mal richtig mit gedacht! Das Wasser ist eisig kalt und ich bekomme schon Gänsehaut als ich nur meinen großen Zeh ins Wasser tauche. Aber es hilft nichts. Ich will unbedingt mal hinter einem Wasserfall sitzen und dafür muss ich erst mal hin schwimmen.

Die Strömung die das fallende Wasser auslöst ist ziemlich stark und ich bin ganz froh dass es ein Seil gibt, an dem ich mich entlang ziehen kann. Nach drei Monaten ohne Sport haben sich doch einige meiner Muskeln in den Winterschlaf verabschiedet und ohne Seil hätte das Wasser ohne großen Aufwand gewonnen und mich zurück ans Ufer geschoben. So ziehe ich mich aber langsam vorwärts, schlucke vor Aufregung noch literweise Flußwasser und sitze bald neben Hanno auf den Steinen hinter dem Wasser. Wieder ein erstes Mal für uns beide. Vor lauter Aufregung kichere ich fröhlich vor mich hin und freue mich. Der Rückweg ist dann relativ einfach. Die Strömung bringt mich ohne große Schwierigkeiten wieder ans Ufer. Wir lassen uns ein bisschen die Sonne auf den Bauch scheinen und gehen dann im kleinen Café noch etwas Essen, bevor wir zurück nach Pakse fahren.

Ausklang

Nach dem wir den Roller wieder ohne Probleme abgegeben haben, lässt uns maps.me leider mal wieder im Stich. Unsere neue Unterkunft ist nämlich gar nicht dort wo sie angibt zu sein. Sogar auf booking.com ist sie falsch eingetragen. Erst Google kann uns retten. So ein Mist. Wir sind nämlich schon ganz schön weit in die falsche Richtung gelaufen und können den ganzen Weg erst mal wieder zurück gehen. Aber irgendwann ist das You Empire Hostel gefunden, das Zimmer bezogen und wir wieder unterwegs. Bevor es ein wohlverdientes Feierabend Bierchen gibt, brauchen wir nämlich noch einen Bus für den nächsten Tag. Es soll ja schließlich zum nächsten Loop nach Thakhek gehen.

Luftgetroknete Wurst!

Miss Noy hat auch ein Reisebüro und dort laufen wir hin. Sie verkaufen uns ein Ticket für den Local Bus nach Thakhek. Auf unsere Aussage, dass unser Hostel auch Tickets für einen Minivan verkauft, lachen sie nur. „Wir sind schon sieben Jahre hier. So etwas gab es noch nie! Nein, es gibt nur den local Bus. Der braucht zwischen 7 und 15 Stunden.“ Sie haben uns dann noch ein paar Geschichten von Busfahrern erzählt, die Pause machen um mit Freunden Karten zu spielen, oder Anhalten um Hühner, Schweine oder ähnliches mit einzuladen. Na toll – das kann ja heiter werden. (Wir haben später erfahren, dass es doch einen Minivan gibt, der auch viel schneller ist als der local Bus. Die Erfahrung des local Bus kann uns aber niemand mehr nehmen.)

War zwar nicht unser Bus, aber so ähnlich sah er aus

Unsere Unterkünfte

1 Nacht im Forest Hotel in Pakse für 16,30 € pro DZ/Nacht

1 Nacht im Sailomyen Guesthouse in Tad Lo für 5 € pro DZ/Nacht mit Gemeinschaftsbad

1 Nacht im You Empire Hostel & Bar für 15,30 € pro DZ/Nacht mit Gemeinschaftsbad

Carola

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