Impfungen

Impfungen sind so eine Sache. Erst recht wenn man nicht genau weiß wo es denn hingehen soll. Es war daher auch einer der ersten Punkte die wir recherchiert haben, als wir uns für die Weltreise entschlossen hatten.

Wir würden auch jedem empfehlen, der so eine Reise vorhat, zumindest ein Beratungsgespräch bei seinem Hausarzt oder im Tropeninstitut zu machen. Dann kann man immer noch entscheiden welche Impfungen Sinn machen und welche man möchte.

So sind wir das Thema angegangen:

1.Informieren – Was gibt es da eigentlich so?

Wie gesagt, sind wir relativ schnell nach der Entscheidung die Reise machen zu wollen, zu unserer Ärztin gegangen und haben uns beraten lassen. Wir waren bei unserer Hausärztin, die selber schon viel gereist war. Ein Tropenarzt wäre wahrscheinlich noch besser. Der haben wir geschildert, welche Länder auf der Liste stehen (hauptsächlich Südostasien und Mittel und Südamerika) und wie wir reisen wollen („ganz normal” und ab und zu mal ein bisschen Trekking). Sie ist dann auch die Empfehlungen der STIKO (ständigen Impfkommision) mit uns durch gegangen. Folgende Impfempfehlungen haben wir mitgenommen:

  • Hepatitis A und B
  • Tollwut
  • Typhus
  • Gelbfieber

 

2. Entscheiden – Welche Impfungen machen für uns Sinn?

Eigentlich haben wir uns für alles entschieden was uns die Ärztin empfohlen hat. Ausnahme war die Choleraimpfung- da sagte aber auch die Ärztin dass sie eher überflüssig bei uns wäre. Malaria und Japanische Encephalitis haben es auch nicht auf unsere Impfliste geschafft. Gengen Malaria gibt es leider keine Impfung sondern nur eine Prophylaxe und die Impfung gegen Japanische Encephalitis kam bei uns auch nur kurz zur Sprache wurde uns aber nicht weiter empfohlen.

Hepatitis A+B

Was:Der Virus greift die Leber an und verursacht Leberschäden. Bei Hep A ist man im Gegensatz zu Hep B nach 4-8 Wochen wieder gesund, währen Hep B chronisch verlaufen kann und zu dauerafter Leberschädigung führen kann.

Wie: Übertragen werden beide Varianten über „schlechtes Essen” und verseuchtes Wasser (also auch Eiswürfel), sowie Obst oder Gemüse das nicht geschält werden kann. Also am besten nach dem Prinzip „cook it, peel it or leave it“ verfahren. Aber auch durch eine sogenannte Schmierinfektion (Türgriffe, Besteck, also alles was man so anfasst) kann die Krankheit von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.

Impfung:Es sind 3 Impfungen nötig. Zwischen der 1. und 2. Impfung liegt ein Monat und die 3. nach sechs Monaten. Dann ist man für ca. 10 Jahre geschützt. Da Caro noch genügend Titer der Imfpung im Blut hatte, blieb hier dieser Picks erspart.

Tollwut

Was:Der Virus hat üblicherweise eine Inkubationszeit von 1-3 Monaten und verursacht eine Gehirnentzündung. Die Infektion endet in den meisten Fällen nach 2-10 Tagen nachdem die ersten Symptome auftreten tötlich.

Wie: Er wird durch die Bisse oder Kratzwunden von infizierten Hunden, Fledermäusen und teilweise auch durch Affen übertragen.

Impfung:Auch hier sind 3 Impfungen nötig. Zwischen der 1. Und 2. Impfung muss 1 Woche liegen, die 3. Impfung bekommt man 3 Wochen danach. Der Schutz hält für bis zu 5 Jahre.

Typhus

Was:Nach meistens ca. 2 Wochen Inkubationszeit bring der Virus, Fieber, Bauch- und Gliederschmerzen sowie Durchfall mit sich.

Wie: Die Salmonella Bakterien werden von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion, meist über verunreinigtes Wasser und Essen das mit solchem Wasser gewaschen wurde übertragen. Daher heißt die Devise auch hier keine Eiswürfel oder Leitungswasser so wie wieder das Prinzip „cook it, peel it or leave it“.

Impfung:Typhus kann man als Schluckimpfung oder als Injektion bekommen. Die Schluckimpfung wird in drei Kapseln am ersten, dritten und fünften Tag eingenommen. Die Injektion ist eine einmalige Sache. Wenn man länger als ein Jahr unterwegs sein will, sollte man die Injektion vorziehen, sie ist 2-3 Jahre wirksam. Die Schluckimpfung hingegen nur ca. 1 Jahr. Die Ansprechrate bei der Injektion ist auch etwas höher. Da wir nur ein Jahr reisen wollen, haben wir uns für die Schluckimpfung entschieden.

Gelbfieber

Was:Nach einer Inkubationszeit von 3-6 Tagen erwischt es einen mit Fieber, Schmerzen und Erbrechen. Es kann aber auch die Organe angreifen und Gelbsucht und einiges an Blutungen auslösen.

Wie: Der Virus wird hauptsächlich durch Mücken übertragen.

Impfung:Die Gelbfieberimpfung ist eine Lebendimpfung, daher kann man sie nur in speziellen, geprüften Praxen in Deutschland machen lassen. Das Tropeninstitut und Tropenmediziner im allgemeinen sind gute Anlaufstellen.

Wir haben uns gegen eine Cholera Impfung entschieden, da wir nicht vorhaben, uns länger im Dschungel aufzuhalten und immer an abgefülltes Wasser kommen. Zusätzlich wenden wir das Prinzip „cook it, peel it or leave it“ bei Obst und Gemüse verzichten auf Eiswürfel und Wassereis und dergleichen.

Wie oben schon erwähnt gibt es gegen Malaria leider (noch) keine Impfung. Da wir aber vorhaben nach West Papua zu reisen und dieses als Malaria Gebiet mit hohem Risiko eingestuft wird, haben wir uns jeder zwei Packungen Malerone verschreiben lassen. Sollten wir sie nicht schon vorher bei akutem Malaria Verdacht nutzen müssen, werden wir sie für West Papua als Prophylaxe einnehmen.

Die Impfung für Japanische Encephalitis kam bei uns nicht zur Sprache, ist aber eventuell für den einen oder anderen interessant. Bei uns muss es jetzt auch ohne gehen.

3. Machen –Die vom Arzt vorgegebenen Termine nicht verschusseln.

Gesagt getan, wir haben uns Termine beim Arzt gemacht und die brav eingehalten. So sind wir gegen das gröbste hoffentlich geschützt.

4. Kosten –Welche Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Wir sind beide bei der Techniker Krankenkasse und die hat von allen Impfungen und Beratungsgesprächen, sowie der Malaria Prophylaxe 90% der Kosten übernommen.

Die Kostenübernahme ist allerdings von Krankenkasse zu Krankenkasse sehr unterschiedlich also informiert man sich am besten vorab wie das individuell bei jeder Kasse so aussieht.