Eine Woche in Lima – Teil 2

Eine Woche in Lima – Teil 2

Weltreise Tage 271-273 (31.07-02.08)

Stellt euch den Marienplatz vor dem Rathaus in München vor, dort wo der Fischbrunnen steht. Jetzt stellt euch vor, das der Bürgermeister von München einmal im Jahr aus diesem Brunnen kein Wasser, sondern Bier raussprudeln lässt. Man braucht, glaube ich keine große Fantasie um sich vorstellen zu können, was da in München los wäre. Genau das wurde in Lima fünf Jahre lang mit dem Brunnen auf dem Plaza Mayor gemacht, nur das es kein Bier sondern Pisco war, der da fröhlich aus dem Brunnen sprudelte.

Abendteuer Bus fahren

Free Walking Touren sind schon zum festen Bestandteil unsers Programms in größeren Städten geworden und so machen wir natürlich auch in Lima Eine mit. Heute ist es soweit. Um ins Stadtzentrum zu kommen, wo sich die Tour direkt am Plaza Mayor trifft, gilt es sich mit dem öffentlichen Verkehrssystem auseinander zusetzten. Lima hat zwar keine Metro oder Seilbahnen, dafür haben sie das Problem mit den ewig verstopften Straßen durch eigens angelegte Busspuren gelöst. So können die Schnellbusse ganz ohne Stau von A nach B fahren, Verspätungen durch Stau ausgeschlossen. Zum Glück haben wir so eine tolle Haltestelle direkt neben dem AirBnB.

Wie auch in anderen südamerikanischen Städten, kann man in Lima nur bargeldlos bezahlen. Die Karten gibt es zum Glück direkt an jeder Station für 4 Soles (ca. 1,20 €) und können dort auch direkt aufgeladen werden. Eine Fahrt kostet 2,50 Soles (ca. 90 cent). Die Busse fahren ungefähr in 10 Minuten Abständen und als unsere Linie ankommt, quetschen wir uns in das überfüllte Exemplar. Die Fahrt ist eng aber dafür sind wir recht schnell in der Stadt.

Das Postamt Erlebnis

Wir sind ein bisschen früher losgefahren, weil ich noch zur Post möchte. Eigentlich wollen wir über den Hauptplatz laufen um zur Hauptpostamt in Lima zu kommen, aber der ist komplett abgesperrt – und keinen außer uns scheint’s zu wundern. Also tun wir es den locals gleich und schlängeln uns durch die Absperrungen entlang des Platzes. Was genau los ist, erfahren wir bestimmt gleich auf der Tour.

Am Ziel angekommen stelle ich mich brav in die Reihe. Vor mir sind noch zwei weitere Kunden. Eigentlich, dachte ich dass wir mit 30 Minuten genügend Zeit mitgebracht hätten, aber die Postbeamtin lässt sich Zeit. Der Kundin vor mir klebt sie dann noch die Adressaufkleber aufs Päckchen, verschließt alles mit ordentlich viel Klebeband und überprüft ihre Arbeit sorgfältig. Die peruanische Post ist ein guter Ort um sich in Geduld zu üben…Nach gefühlten Stunden bin ich dran. Ich frage nach einer Silla. „Ein was bitte?“ fragt die Frau hinterm Schalter. „Eine Silla für die Postkarte.“ Sie guckt etwas verwirrt aber dann scheint ihr ein Licht auf zu gehen. „Meinst du eine Sello?“  Ähm… Ja genau! Ach das schöne Spanisch! Habe ich die Frau doch erst nach einem Stuhl, statt einer Briefmarke für die Postkarte gefragt. Kein Wunder, dass sie mich angesehen hat wie ein Brot!

Dann geht’s los. Erst mal wird einiges in ihren Computer eingetippt. Dann benötigt sie meine Passnummer. – Ihr erinnert euch, ich möchte eine Briefmarke kaufen. Nachdem sie meine Passnummer eingetippt hat, wird ein Formular in zweifacher Ausgabe ausgedruckt, eins für mich und eins für die Akten, ich reiche ihr die Soles und dann erhalte ich meine lang ersehnte Briefmarke. Die Postkarte abgeben kann ich bei ihr nicht. Dafür muss ich in den nächsten Raum.

Pisco für alle

Trotz unserem peruanischen Post Erlebnis, sind wir dann sogar ein paar Minuten zu früh am Treffpunkt. Der Guide ist schon da und kann unsere Frage über die Absperrgitter gleich beantworten. „Es ist eine Demo angemeldet, deshalb sind auch die ganzen Polizisten unterwegs.“ Ach ja, das wird herrlich. Dann geht’s auch los und José führt uns am Rand des Plaza Mayor entlang. „Seht ihr den Brunnen in der Mitte? Dazu gibt es eine wunderbare Geschichte,“ sagt José und fängt an zu erzählen. In Peru ist an jedem 4. Sonntag im Juli der Tag des Pisco. 2003 hatte der damalige Bürgermeister von Lima eine tolle Idee. An diesem besonderen Tag sollte statt Wasser von nun an Pisco durch den Brunnen fließen. Das hat der Bürgermeister auch durchgesetzt bekommen, und bis 2007 floss auf dem Hauptplatz von Lima am 4. Sonntag im Juli Pisco statt Wasser aus dem Brunnen.

Irgendwann haben sich aber besonders zwei Gruppen darüber beschwert und das Ganze wurde wieder eingestellt. Eine Gruppe waren die Polizisten, die hatten nämlich alle Hände voll zu tun, um Ordnung auf dem Platz zu halten und das wurde ihnen wohl irgendwann zu viel. Die zweite Gruppe war die Kirche. Die hatten nämlich an dem Sonntag im Juli plötzlich keine „Kunden“ mehr. Die Leute haben sich nämlich lieber draußen betrunken als in den Gottesdienst zu gehen, und die Priester hatten es wohl satt, vor leeren Kirchen zu predigen. Schade eigentlich, wir waren nämlich genau am 4. Sonntag im Juli in Lima, nur leider 12 Jahre zu spät.

Der Regierungspalast und der Pisco Brunnen
Und hier die Kirche die an besagtem Sonntag immer leer stand

Changing of the guards

Noch eine zweite kuriose Geschichte kann hier am Hauptplatz erleben. Jeden Mittag findet vor dem großen Regierungspalast nämlich der Wachwechsel statt. Es ist deshalb kurios, weil eigentlich gar keine Wachen vor dem Palast stehen, sie kommen nur für die Zeremonie nach vorne aus ihren Baraken. Das ganze Spektakel dauert auch ungefähr eine Stunde. Erst kommt das Orchester raus. Sie spielen mal klassische peruanische Musik, mal aber auch Filmmusik, Salsa oder gar Reggaeton. Heute ist die Titelmelodie von „The Avengers“ dran. Nach ein paar Minuten beginnen die Soldaten, natürlich in Ausgehuniform und Formation, ihren langen Weg über den Platz. Wenn das Spektakel vorbei ist, ziehen alle wieder ab und der Vorplatz ist bis zum nächsten Wachwechsel wieder unbemannt.

José meint, da Peru in keine Kriege verwickelt ist oder so, ist die Hauptaufgabe der Armee das Schuhe polieren und das einstudieren der moves zum Wachwechsel. Scheint ein entspanntes Leben zu sein…

Es geht weiter

Das hier ist ja eine Walking tour und wir halten uns natürlich nicht nur auf dem Plaza Mayor von Lima auf. Unser nächster Stopp ist die Santo Domingo Kirche, „die man sich ruhig mal anschauen kann“, so die Worte von José, der eigentlich Kirchen nicht so spektakulär findet. Neben an im Kloster wurde übrigens die älteste Universität des gesamten amerikanischen Kontinents (Also Nord und Süd) 1550 gegründet – die San Marco Uni.

Während wir uns unseren Weg durch das Zentrum bahnen, machen wir immer wieder Halt, sei es damit uns José kulinarische Tipps wie Anticucho (Rinderherz am Spieß) ans Herz legen kann oder weitere kleine kuriose Anekdoten zum Besten geben kann. So erfahren wir, dass alle Peruaner im Wahlalter dazu verpflichtet sind, wählen zu gehen, sonst müssen sie eine Geldstrafe zahlen. Außerdem darf man nur Nüchtern zur Wahl erscheinen. Um es den Leuten etwas einfacher zu machen, sind alle Bars und Lokale am Wahlwochenende geschlossen.

Auch über die Geografie Limas erfahren wir noch etwas. Lima liegt nämlich in einer Wüste, die sich direkt bis zum Meer erstreckt und sie ist nach Kairo die größte Stadt die in einer Wüste erbaut wurde. Lima liegt aber nicht nur in einer Wüste, sondern ist auch von den Anden umgeben. Das führt gerade im Winter dazu, dass es so gut wie immer bewölkt ist. Es bilden sich dann nämlich durch die Meeresströme Wolken über dem Meer, die übers Land abziehen wollen. Dummerweise sind sie so niedrig, dass sie es nicht über die Berge schaffen und einfach über Lima hängen bleiben. Einen ganzen Winter lang…Die Sonne sieht man in den Monaten so gut wie nie…

Ihr seht an meinen doch teilweise recht zusammen gewürfelten Fakten, wie vielfältig die Tour war. Seit langem war es mal wieder eine richtig gute Walking tour. Wir waren mit Free Tours unterwegs und können sie wirklich empfehlen.

Über die Brücke geht es in einen Stadtteil den man als Tourist auch bei Tag lieber nicht betreten sollte
Die beiden Mädels haben zwei Welpen beim spielen zugesehen und waren einfach zu niedlich

Mittagessen

Zum Glück hat uns José zum Abschied noch ein paar Restaurant Tipps gegeben und so landen wir in einem Lokal in das wir sonst nie gegangen werden, nicht weil es so schäbig aussieht, sondern weil wir es für eine Touristenfalle gehalten hätten. Laut José gehen hier aber auch die ganzen Büromenschen Mittag essen und das aus gutem Grund. Es ist verdammt lecker. Ihr erinnert euch – die peruanischen Portionen sind riesig und auch die Tagesgerichte bestehen immer aus Vorspeise und Hauptgang. Heute stellen wir es richtig an und bestellen ein Tagesgericht und eine zusätzliche Vorspeise. Manchmal sind wir solche Füchse! Es gibt Ceviche und dann Lomo Saltado. Und die Größe ist genau richtig! Lomo Saltado ist übrigens ein Fusion Gericht das halb peruanisch und halb chinesisch ist und wir wollten es die ganze Zeit schon mal probieren. Fleisch und Gemüse werden mit Sojasoße im Wok gebraten und mit Reis und Pommes serviert. Lecker!

Über ein paar kleinere, gewollte Umwege (wir wollten noch ein bisschen was von Zentrum sehen) geht es für uns am Nachmittag dann auch wieder nach Hause. Heute Abend haben wir nämlich noch was vor und das war auch der Grund warum wir uns Mittags mit dem Essen so zurück gehalten haben. Heute Abend wollen wir auf Peru anstoßen und gehen lecker essen, was in Lima wirklich nicht schwer ist, wird es doch Perus kulinarische Hauptstadt genannt. In zwei Tagen geht es ja schon weiter ins nächste Land.

Hier wurde wohl gerade das Lager aufgeräumt. Weihnachtsartikel waren um 50% runtergesetzt

Isolina Taberna

Wir haben uns die Isolina Taberna ausgesucht und sie hat zum Glück noch ein Plätzchen für uns. Die Kellnerin drückt uns zwei Karen in die Hand – in spanisch. Auch wenn mein spanisch immer besser wird, sind Speisekarten immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Es werden so viele Fachbegriffe und Eigennamen für Gerichte verwendet, dass wir eigentlich nur raten können, da auch das Wörterbuch meistens streikt. Also erst mal zwei Pisco Cocktails bestellen, dann geht das mit dem Raten auch einfacher…

Zum Glück kommt dann die Erlösung in Form einer englischen Karte. Wir müssen wohl so verzweifelt auf die Karte gestarrt haben, dass die Kellnerin erbarmen mit uns hatte. Und ich sag euch, es war wirklich großes Glück, denn dreiviertel der Gerichte auf der Karte bestehen aus Innereien jeglicher Art. Mit Ausnahme von Leber, gehören die nicht zu unseren Leibspeisen und landen selten auf unseren Tellern. Tatsächlich entscheiden wir uns heute für geschmorte Rippchen und Leber – natürlich mit Reis und Bohnen, was sonst, schließlich sind wir hier in Südamerika. Beides sind wohl absolut authentische peruanische Gerichte und schmecken phänomenal lecker. Die Portionen sind natürlich wieder riesen groß und wir kugeln uns später regelrecht nach Hause.

Hier die Rippchen, Reis und Bohnen

Chifa

Unseren letzten ganzen Tag in Peru beschließen wir in Barranco zu verbringen. Den Weg zum Supermarkt haben wir zwar inzwischen perfektioniert, aber sonst kennen wir noch nicht so viel von unserem Stadtviertel. Gegen Mittag geht es los – erst mal natürlich mit Mittagessen. So richtig Lust haben wir nicht auf Chifa, aber es steht schon seit einigen Wochen auf unserem To Do Zettel, also geht es zu Chun Yion. Chifa ist übrigens chinesisches Essen, das laut allen Peruanern die wir so getroffen haben, nichts mit chinesischem Essen aus China zu tun hat. Es ist eine peruanische Variante, der Nachfahren derer die im 19. Jahrhundert als Arbeiter nach Peru kamen und hier geblieben sind. Wir sind dem entsprechend gespannt was uns erwartet.

Die Karte ist natürlich wieder komplett auf Spanisch und diesmal gibt es auch keine englische Variante. Hanno bestellt Hühnchen in Knoblauch und ich irgendetwas das uns empfohlen wurde – mit Garnelen, Schwein und Gemüse. Wir gehen auch noch mal auf Nummer sicher und ich frage zweimal nach ob es auch wirklich die kleinen Portionen sind, die wir bestellt haben, und nicht die zum teilen. „Ja, die kleinen Portionen,“ bestätigt der Kellner. Nach dem die Unklarheiten mit dem Reis dann auch aus der Welt geschaffen sind (wollen wir weißen Reis oder peruanischen Chaufa Reis dazu? Natürlich Chaufa) kommt erst Hannos Essen und ca. 15 Minuten später auch meins.

Hannos Hühnchen ist lieblos in Stücken auf den Teller geschmissen, dazu gibt es ein bisschen Zitronen-Knoblauch Soße. Mehr gibt es nicht, keinen Reis, keine Garnitur, nur Hühnchen Stücke. Als nächstes kommt der Chaufa Reis. Es ist gebratener Reis mit Gemüse und Hühnchen. Die Portion ist so riesig, dass wir uns nicht sicher sind was genau wir eigentlich bestellt haben. Ist das jetzt mein Essen? Nein ist es nicht, denn meins kommt dann auch noch. Eine riesengroße Schüssel voller Fleisch und Kohl. Davon hätte ich locker zwei weitere Personen satt bekommen. „Ist das die kleine Portion?“ „Ja, natürlich.“ Ich glaub dem Kellner kein Wort und fange einfach mal an zu essen. Es ist essbar, aber jetzt auch kein Hochgenuss – und sieht aus, naja, wie chinesisches Essen halt. Das einzige was für mich peruanisch sein könnte, sind die beiden Wachteleier die skurrilerweise in meinem Eintopf rum schwimmen.

Unsere Chifa Erfahrung war jetzt nicht die allerbeste und aus unserer Erinnerung haben wir das Mittagessen auch schon wieder so gut wie gestrichen. Lustigerweise treffen wir am Abend unsere Vermieterin, mit der wir ins Quatschen kommen. Als wir ihr von Chifa erzählen. Meint sie nur „Oh je, das soll eure letzte Mahlzeit in Peru gewesen sein? Ihr wart hoffentlich nicht im Chun Yion. Ich kann gar nicht verstehen warum der immer so voll ist, das Essen ist nicht gut!“…Tja, hätten wir sie mal früher gefragt!

Barranco

Wieder um eine Erfahrung reicher, machen wir uns auf Barranco zu erkunden. Es ist das coole, unkonventionelle Viertel von Lima. Es ist auch das Viertel mit der größten Hipster Dichte. Überall gibt es Street Art und das Viertel hat auch jetzt im Winter einen entspannten Surfer Vibe. Wir sind gerade dabei ein paar Graffitis zu fotografieren, da läuft uns mit einem fröhlichen „Ach ne, ihr auch hier?“ eine Bekannte aus Arequipa in die Arme. Die Gringo Trail Welt in Südamerika ist echt klein! Zusammen schlendern wir durch die kleinen Gassen und Straßen, entlang am Meer und laufen mit angehaltener Luft über die Wunschbrücke, denn nur wer es schafft sie ohne zu atmen zu überqueren, dessen Wunsch geht auch in Erfüllung.

Der Hauptplatz von Barranco
Die Wunschbrücke

Eigentlich wollten wir um 16 Uhr noch eine Walking Tour durch Barranco machen um ein bisschen was über das Viertel zu  erfahren – eigentlich. Aber Martin unser Guide, der uns gestern noch die Teilnahme bestätigt hat, hatte wohl heute dann doch keine Lust mehr, denn um 16:15 Uhr ist er immer noch nicht am Treffpunkt. Hmm…Vielleicht haben wir uns auch einfach im Treffpunkt geirrt, denn sonst stehen hier keine anderen Touris rum die aussehen als würden sie auf Martin warten… Na egal, eigentlich sind wir gar nicht so böse drum. Unsere Lust hält sich nämlich in Grenzen.

Unsere letzten Stunden in Peru

Für unseren wirklich letzten Tag in Lima und damit auch Peru haben wir wenig bis nichts geplant. Unser Flieger geht erst Abends und wir können netterweise bis dahin auch in unserem Zimmer bleiben, also lassen wir es entspannt angehen. Vormittags packen wir ein bisschen zusammen, schreiben und schneiden. Mittags treibt uns der Hunger nach draußen. Heute laufen wir mal einen anderen Weg, einen den uns unsere Vermieterin vorgeschlagen hat. Er würde uns am schönsten Platz in Barranco entlang führen. Was sie an dem Platz so schön findet, können wir nicht nachvollziehen, aber so sehen wir noch mal ein paar andere Seiten der Stadt.

Der angeblich schönste Platz in Barranco

Valerie hatte uns auch ein paar Café Vorschläge gemacht, aber leider vergessen zu erwähnen das sie nichts zu Essen anbieten. Für unser Vorhaben Mittagessen also eher unbrauchbar. Auch der tanzende Frosch, ein Fischrestaurant, kann uns heute Mittag nicht begeistern, also laufen wir etwas ziellos durch Barranco, was mit steigendem Hungerpegel schon mal recht gefährlich werden kann. Da steigt dann nämlich auch die hangryness. Zum Glück finden wir dann eine Sanguicheria, also einen Sandwichladen und sind glücklich. Das ist übrigens der besagte Laden, der mir ein komplettes Schwein aufs Brot legt und mich zur vorübergehenden Vegetarierin macht.

Ab geht’s zum Flughafen

Dann geht’s auch schon zurück zum Haus, wir packen die restlichen Sachen zusammen und hören uns noch die Chaosgeschichte unserer Vermieterin bezüglich der neuen Dusche an. Sie sitzt nämlich etwas resigniert im Sessel, als wir nach Hause kommen. Die Geschichte ist nicht spannend genug um sie hier zum besten zu geben, aber es kommen mehrere Modelle, 3 verschiedene Handwerker und mindestens 5 verschiedene Meinungen darin vor. Nachdem sie uns ihr Leid geklagt hat, verabschiedet sie sich und bittet uns beim Gehen die Tür abzuschließen und den Schlüssel einfach in einem Handtuch durch ein Fenster in der Scheibe wieder ins Haus zu schmeißen. Geht klar!

Dann ist das Uber auch schon da, und 60 Minuten später steigen wir am Flughafen wieder aus. Check-in und die Sicherheitskontrollen sind peruanisch chaotisch aber alles läuft glatt und wir sitzen bald am Gate und warten aufs boarden. Es wird uns sogar ein bisschen Unterhaltung geliefert, denn VivaAir hat sehr strickte Handgepäck Regeln und bittet Passagiere, deren Taschen zu groß aussehen diese in eine Vorrichtung zu quetschen um deren Maße zu prüfen. Das Ganze wird natürlich mit vielen lauten Worten und Gesten untermalt und teilweise auch von umpacken, auspacken und neu packen begleitet. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sitzen wir im Flieger nach….Medellin in Kolumbien, unserem 13. Land! Dazu dann aber das nächste Mal mehr.

Unsere Unterkunft

3 Nächte im AirBnb für 22 €/Nacht

Carola

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