Weihnachten in Saigon

Weihnachten in Saigon

Weltreise Tage 52-56   

Nach 1,5 Stunden Flug und einer Stunde warten bei der Immigration sind wir in Vietnam angekommen. Nach den letzten Tagen in Yangon kommt uns die Stadt so sauber und geruchsneutral vor. Es ist wunderbar. Noch ein toller Nebeneffekt – wir sind plötzlich Millionäre. Am Geldautomaten heben wir ca. 225 € ab, denn mehr gibt er leider nicht her. Das sind auch nur schlappe 6.000.000 Dong. Wie gesagt, wir sind endlich auch mal Millionäre.

Rauswurf

Die Fahrt in die Stadt ist super einfach. Es gibt drei Möglichkeiten. Da wäre das Taxi für ca. 150.000 Dong (6 €), der Airport Bus für 20.000 Dong p.P. (ca. 80 cent) oder der lokale Bus für 5.000 Dong p.P. (ca. 20 cent). Wir entscheiden uns für die Airport Bus Variante. Er hält nicht an jeder Straßenecke und für das Gepäck ist auch genug Platz, und 80 Cent p.P. sind noch drin, auch wenn wir über Weihnachten viel vor haben. Dummerweise fahren die Busse hier in Saigon nicht die gleiche Strecke hin wie auch zurück und so verstehen wir die Streckenführung nicht auf Anhieb, was aber auch egal ist, denn am Ben Thanh Markt ruft uns eine sehr resolute Busschaffnerin zu, dass hier alle aussteigen, aber schnell, schnell. Der Bus kommt auch gar nicht erst zum stehen und wir müssen schauen dass wir irgendwie aus dem noch leicht rollenden Bus heile rausspringen können. Kaum draußen, gehen die Türen wieder zu und der Bus braust davon. Na zum Glück ist es nicht all zu weit zu unserem Hostel.

Fenster?

Die Unterkunft finden wir dann eher per Zufall, der Eingang ist nämlich in einem Waffelladen. Hanno ist schon mal richtig. Das Hostel ist echt nett und sehr sauber. Leider hat unser Zimmer kein Fenster, was wir immer etwas doof finden, aber für eine Nacht geht das schon mal klar. Zumal es eine Waschmaschine hat die wir sonst nutzen können. Ich wage mich noch mal nach draußen um was zum Abendessen zu besorgen, aber ansonsten passiert heute nicht mehr viel.

Unsere Entdeckung des Banh Mi

Am 23.12 gibt es zum Frühstück erst mal unser neues Lieblingsessen: Das Banh Mi ist für uns die perfekte Mischung aus Europa und Asien. Leckere Baguette Brote werden mit allerlei Wurst belegt. Dazu kommen dann Koriander und Asia Sauce und fertig ist das Vietnam-Sandwich.

Dann ziehen wir in unser schickes Weihnachts-Hotel. Das Amena Residences and Suites ist für die nächsten 3 Nächte unser Zuhause. In Ho Chi Minh Stadt bleiben wir übrigens insgesamt 7 Nächte. Wir brauchen mal ein bisschen Zeit um Pause zu machen, viel zu schlafen und uns auszuruhen, und dafür eignen sich die Weihnachtstage doch hervorragend. Da wir HCMC natürlich auch erkunden wollen, hängen wir dann einfach noch mal 3 Nächte dran.

Weihnachten auf asiatisch

In Vietnam gibt es zwar nicht so viele Christen, aber die Vietnamesen sind durchweg fast alle total weihnachts-verrückt und die Stadt ist bunt und farbenfroh mit Neonlichtern und LEDs geschmückt. Abends machen wir uns dann auf, die Notre Dame Kirche und den Nguyen Hue Boulevard zu erkunden. Die Kirche ist im französischen Kolonialstil mit rosanen Steinen gebaut. Zur Weihnachtszeit erleuchtet sie allerdings in buntem, asiatischen Neonlicht. Dummerweise ziert sie zur Zeit auch ein schickes Bambusgerüst und eine blaue Abdeckplane. Die Kirche wird nämlich renoviert. Mann, haben wir ein Glück.

Auf dem Boulevard trifft sich gefühlt ganz HCMC (Ho Chi Minh City) um sich die bunte Weihnachtsdeko anzusehen. Die Kinder tragen Nikolauskostüme und Reentiergeweihe und wir sehen so gar den ein oder anderen Osterhasen…die haben sich wohl etwas in der Jahreszeit geirrt. Wir geniessen den Trubel, schießen Bilder und verkriechen uns dann in das Gebäude 42 auf dem Boulevard um etwas zu essen und von oben auf die Maßen schauen zu können. Die Numer 42 ist nämlich ein uraltes Wohnhaus, aus dem vor Jahren die letzten Mieter ausgezogen sind. Man hat dann die Wohnungen nach und nach an Laden, Cafe und Restaurant Besitzer vermietet, die Glasscheiben aus den Fenstern genommen und so ein tolles Restaurant-Haus mit eklektischem Ambiente geschaffen, in dem sich jeder Hipster wohlfühlen würde.

Merry Christmas aus einer riesen Christbaumkugel
Blick vom Building 42 auf die Menschenmassen am Nguyen Hue Boulevard
Die Notre Dame Kathedrale im Weihnachtsglanz

Heiligabend

Heiligabend fällt ja auf einen Montag, und da am Wochenende die Geschäfte zu hatten, habe ich heute noch ein paar Erledigungen zu machen. Das Objektiv meiner Kamera hatte sich seit einigen Tagen irgendwie verhakt (na gut, ich hab blöde dran gezogen) und ich wollte sie unbedingt zu einem Nikon Shop bringen. Im Nikon Shop schrauben sie das Ding kurzer Hand auf und reparieren es schnell. Und das ganze auch noch für umsonst. Weltklasse! Als zweiten Punkt hatte ich noch den Kauf einer SIM Karte auf dem Zettel. Danach war ich aber auch fertig mit den Nerven. In der Stadt gibt es ca. 3 Millionen Mopeds und man hat das Gefühl dass sie alle immer zur gleichen Zeit auf der Straße sind. Wenn auf der Fahrbahn Stau ist, oder es sich zufällig um eine Einbahnstraße handelt man aber in die andere Richtung möchte, fahren sie eben auf dem Gehweg – ohne Rücksicht. Man muss ständig aufpassen und beim Überqueren der Straßen braucht man Nerven aus Stahl. Wer stehen bleibt, verliert. Wenn man einmal los läuft, darf man auf keinen Fall die Geschwindigkeit verändern, sondern einfach mutig weiter laufen. Dann kommt man auch immer rüber.

Abends gönnen wir uns dann ein tolles Dinner. Wir hatten einen Tisch im Caravelle Hotel reserviert. Bei einem tollen Buffet aus Seafood, Sushi, Truthahn, Schinken, Rothohl, Kartoffeln, frischen Salaten, einem Schokobrunnen und natürlich Sekt und Wein haben wir Weihnachten gefeiert. Die Band spielte (sehr laut) Weihnachtslieder und alles war toll geschmückt.

1. Weihnachtstag

Der erste Weihnachtsfeiertag steht ganz unter dem Motto: Rumlümmeln, Essen und Fernsehen. Wir wagen uns den Tag über nur zur Nahrungsaufnahme raus. Abends ist dann allerdings noch mal Programm angesagt. In Vietnam wird an ja Weihnachten wild geschmückt. In HCMC gibt es im District 8 ein Viertel, da geht es besonders bunt zu. Hier schmücken die Katholiken ihre Häuser mit Krippenspielen und Weihnachtsfiguren und übertreffen sich dabei gegenseitig. Wasserfälle, Kunstschnee und singende Weihnachtsmänner leuchten im Neonlicht um die Wette und blinken was das Zeug hält. Wir verbringen ein paar amüsante und vor allem staunende Stunden damit, die Straße entlang zu laufen. Zwischen den bunten Lichtern haben es sich die Familien auf dem Gehweg vor Ihren Häusern und Geschäften an Tischen bequem gemacht um ihr Weihnachtsessen zu genießen und wir wünschen allseits frohe Weihnachten, bzw. Giáng sinh vui vė.

Die Vietnamesen mögen es bunt
Die Open Air Kirche in festlichem Neonglanz
Es schneit!
Weihnachtslichter Ho Chi Minh

2. Weihnachtstag

Am zweiten Weihnachtsfeiertag steht dann leider unser Umzug aus dem Amena an, aber auch das Chilla Palace ist eine wirklich schöne Unterkunft mitten in einem Wohnviertel von HCMC. Heute planen wir noch ein wenig und morgen geht dann das Sight-seeing Programm los. Weihnachten beenden wir mit einer Schlemmertour durch den Ben Than Food Market, einen Streetfood court, der zwar für Touristen gebaut wurde, das Essen ist aber dennoch gut und nicht zu teuer.

Unsere Unterkünfte

1 Nacht im Watage für 17,10 € pro DZ/Nacht

3 Nächte im Amena Residences and Suites für 90,33 € DZ/Nacht

Carola

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