Die Verlängerung in Buenos Aires

Die Verlängerung in Buenos Aires

Weltreise Tage 192-194  (13.05-15.05)

„Die Italiener haben die Gitarre mitgebracht, die deutschen das Akkordeon und die Russen die Geige. Das war der Anfang der Tango. Musik war die einzige Sprache mit der sich die Einwanderer verständigen konnten,“ erzählt uns Maru während wir durch La Boca schlendern. Hier hat Tango seinen Ursprung. Gespielt wurde die Musik in den Bordellen der Nachbarschaft, die hier entstanden sind, da die Einwanderer Gesellschaft hauptsächlich aus Männern bestand. Um den Kunden bei Warten die Laune zu vertreiben, hat man Musik gespielt. Bald fingen die Männer auch an, dazu zu tanzen während sie warteten. Da es kaum Frauen gab, tanzten die Männer miteinander. Wie eine Art Machtkampf unter Männern. Wer ist der Stärkere und so…Wenn es sich ergab tanzte man natürlich lieber mit einer Frau, aber das Gefühl die Tänzer tragen einen Kampf aus, das bleibt bis heute erhalten.

Die Verlängerung

Eigentlich wären wir heute schon wo anders gewesen, aber wir hatten schnell gemerkt, dass wir in Buenos Aires noch mehr Zeit benötigen. Zum Ankommen, ausschlafen und damit wir die Stadt richtig erkunden können. Also hatten wir erst bis Dienstag und dann nochmal bis Mittwoch verlängert. Was eine absolut richtige Entscheidung war. Mit jedem Tag den wir länger in der Stadt bleiben, lernen wir sie besser kennen und genießen unseren Aufenthalt ein bisschen mehr.

Wie wir dem Bus hinter her rennen

Heute Morgen haben wir einen recht frühen Start. Um 11 Uhr geht unsere Stadtführung in La Boca los. Vorher wollen wir aber noch unser „bestelltes“ Geld abholen. Ich hatte ja erzählt, dass das mit dem Geld in Argentinien nicht so einfach ist. Da kommt das Internet ins Spiel. Über WorldRemit schicken wir uns von unserem Konto Geld an ein Büro hier in Buenos Aires, mit dem die Website kooperiert. Das ganze läuft auf super problemlos. Mit unserem Pass können wir uns das Geld einfach abholen und halten keine 10 Minuten später einen Packen Scheine in der Hand.

Jetzt also ab nach La Boca. Direkt hier um die Ecke soll der 29iger Bus abfahren. Die Haltestelle finden wir, allerdings fährt der 29iger dort nicht ab. Wir fragen ein paar andere Wartende. Sie schauen erst etwas ratlos und schicken uns dann nach links, da müsste er irgendwo halten. In dem Moment fahren zwei 29iger Buse an uns vorbei, von links nach rechts. Hanno und ich schauen uns an und sprinten los. Einen werden wir doch noch bekommen. Der Erste fährt uns vor der Nase weg, aber wenigstens wissen wir jetzt wo die Haltestelle ist. Für den Zweiten sind wir gewappnet. Wir steigen ein, wissen wo wir hin wollen und haben sogar genug Geld auf unserer Sube Karte. Wir sind langsam Profis.

La Boca

Weil uns die Stadtführung am Samstag so viel Spaß gemacht hat, entschließen wir uns heute auch die Führung durch La Boca mitzumachen. Es ist einfach noch mal was anderes durch die Straßen einer Stadt zu laufen und zu wissen warum es so ist wie es ist und wie es dazu gekommen ist. Man bekommt dann einfach einen ganzheitlicheren Eindruck und kann die Stadt auch viel besser verstehen. Gerade in La Boca eine gute Sache, denn hier ist verdammt viel passiert. Eigentlich jeder europäische Einwanderer im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ist erst mal hier gelandet.

Der Stadtteil war ein Schmelztiegel aller europäischen Kulturen. Die Leute haben in sehr ärmlichen Verhältnissen in sogenannten „Klostern“ gelebt. Die hießen so, weil sie wie ein Kloster aufgebaut waren. Ein großer Innenhof wurde auf allen Seiten mit schmalen Gebäuden umbaut in dem jede Parei jeweils ein Zimmer bewohnte. Nationalitäten wurden wild durchmischt und Verständigung war schwer. Da half nur die Musik. Die konnten alle verstehen. So wurde der Tango geboren, eine sehr traurige Musik, deren Texte immer von Verlust, Vermissen und Trauer handeln.

So ähnlich muss man sich die Tangosänger vorstellen

Wenn man La Boca googelt, kommen als erstes Bilder von bunten Häusern

Geplant waren die so allerdings nicht. Sie sind eher ein Zufallsprodukt der Armut.  Die Anwohner hatten wenig bis kein Geld und haben die Häuser aus alten Schiffsteilen gebaut. Farbe konnte man sich nicht wirklich leisten, also hat man sich mit den Resten aus dem Schiffsbau zufrieden gegeben. Da gab es halt mal einen grünen Rest und wenn der aufgebraucht war, hat man eben mit einem roten Rest weiter gemalt. Man nahm was man bekam. Das Produkt ist ein farbenfrohes Ensemble, das heute das Wahrzeichen von La Boca ist.

Caminito

Wer als Tourist nach La Boca kommt, tut das meistens aus zwei Gründen. Einer ist der Caminito. Hier hat der Künstler Benito Quinguela Martín eine Art Freilichtmuseum einrichten lassen. Der Caminito führt direkt entlang der bunten Häuser und hier können Künstler ihr Kunst ausstellen und auch verkaufen. Einzige Bedingung ist, dass sie in La Boca leben. Benito hat selber hier im Viertel gelebt und sich sehr dafür eingesetzt. Unter anderem hat er eine Schule, eine Kita und eine Klinik gegründet.

Boca Juniors

Unsere Tour führt uns entlang viel Street Art zum zweiten Grund für einen Besuch. Der Bombonera, dem berühmten Stadion von den Boca Juniors. (Es sieht aus wie eine Pralinenschachtel, also haben die Fans es so getauft) Fußballfans werden wissen was das ist, ich hatte vorher keine Ahnung. Es ist wohl der bekannteste Fußballclub in Argentinien. Hier hat Maradona gespielt.

La Bombonera
Der Freund steht hier überall rum

Was mich besonders interessiert ist die Architektur. Keine Angst, ich langweile euch nicht lange damit, aber die Anekdote ist wirklich gut.

Das Stadion wurde in den 30igern gebaut. Geplant wurde es auf einem Grundstück doppelt so groß, als das jetzige. Dann hat aber der Besitzer der 2. Hälfte doch nicht verkauft und man musste umplanen. Einfach weniger Sitzplätze zu bauen war keine Option, also hat der Architekt in die Höhe geplant. Es ist wohl das einzige Stadion der Welt in dem man fast senkrecht übereinander sitzt. Wenn Boca hier spielt und alle Fans im Gebäude aufspringen und vor Freude springen, wackelt das komplette Stadion. Das war dem Architekten beim Bau schon bewusst, also hat er eine Metallplatte zwischen jedes Stockwerk gezogen, genau so wie man es bei erdbebensicheren Bauten macht. Das Boca Stadion ist als ein erdbebensicheres Gebäude in einer Region in der es niemals Erdbeben gibt, alles nur damit die Fans unbeschwert hüpfen, springen und feiern können.

Auch noch eine wunderbare Geschichte, ist wie Boca Juniors ihre Vereinsfarben bekamen. Der frisch gewählte Präsident hat nämlich einfach beschlossen es dem Zufall zu überlassen. „Wir übernehmen einfach die Farben der Flagge vom nächsten Schiff das in den Hafen fährt.“ Das nächste Schiff kam aus Schweden und seitdem sieht La Boca und die Bomobonera immer ein bisschen so aus als würde man zu Ikea gehen.

Hier noch ein paar Eindrücke aus dem Stadtviertel

Street Art ist allgegenwärtig
La Boca war mal für einen Tag eine unabhänige Republik. In den Herzen der Anwohner ist das immer noch so
Regierungskritische Street Art gibt es überall im Viertel. Hier wird die diktatorische Regierung in den 70igern und deren Verbrechen gegenüber Regierungskritikern dargestellt. Sie wurden festgenommen, verhört, gefoltert und dann aus Flugzeugen in den Fluß geschmissen.

Das größte Stück Fleisch der Welt

Von meinen lieben Mädels in Hamburg hatte ich zum Geburtstag ein Steakessen mit Rotwein geschenkt bekommen und das lösen wir heute Abend ein. Die Parilla „La Carniceria“ ist eine moderne Interpretation der traditionellen Grillrestaurants. Wir hatten im Vorfeld gelesen dass die Fleischportionen riesig sein sollen und man sich am besten einen Hauptgang teilt, da die Vorspeisen auch super lecker sind. Genau so machen wir es dann auch, und was für ein Glück! Zwei Vorspeisen und ein Hauptgang sind genau richtig und wir amüsieren uns köstlich als unsere Mitesser im Restaurant ihre Hauptspeisen serviert bekommen. An den ungläubigen Gesichtern zu urteilen, hat keiner vorher den Tipp mit dem geteilten Hauptgang gelesen. Die Portionen sind wirklich riesig! Aber auch sehr lecker!

Drei sind besser als Zwei

Wir sind gerade voll im Stadtführungsfieber und so stehen wir am Dienstag um 10:30 Uhr gegenüber des Teatro Colón und warten darauf, dass unsere dritte Free Walking Tour beginnt. Dieses Mal geht es durch Recoleta, der teuersten Nachbarschaft in BA. Heute führt uns Eduardo durch seine Stadt. Mit Matebecher in der Hand und Thermoskanne unterm Arm geht es los. Weit kommen wir nicht. Es geht auf dem Platz vor dem Teatro Colón. Es sei das Konzerthaus mit der fünfbesten Akustik der Welt. Wieder was gelernt. Es wurde übrigens auch komplett in Europa gebaut und dann in Einzelteilen per Schiff nach Argentinien verschifft. Hier mussten es die Architekten nur noch zusammenbauen. Ein bisschen wie Lego.

Eduardo und sein Mate Tee
Das Teatro Colón

Es wimmelt nur so von Statuen

Dann zeigt er uns die vielen Statuen und Büsten die alleine hier auf dem Platz stehen. In ganz Buenos Aires stehen noch zig mehr von den Dingern meint er. Sie haben alles von Hundestatuen bis hin zu römischen Legionären. Der Grund dafür ist ein etwas übereifriger Mann, dem die Stadträte, damals im 19. Jahrhundert, einen Haufen Geld in die Hand gedrückt haben und ihn zum Shoppen nach Europa geschickt haben. Er hat wohl etwas übertrieben…

Der Denker von Rodin – der steht hier auch so rum

Eklektisch oder Chaotisch

Je länger wir mit Eduardo durch die Straßen tigern, desto mehr wird uns klar wie unentschlossen die Porteños bei Bau ihrer Stadt waren, oder haben sie einfach jeden so machen lassen wie sie wollen? Eklektisch oder Chaotisch, egal. Wir laufen durch Paris, entlang italienischer Palazzi und Hochhäusern im Bauhausstil. Die wurden übrigens alle ungefähr im gleichen Zeitraum Anfang des 20. Jahrunderts gebaut. Paris war aber das größte Vorbild, und so hat man in manchen Stadtteilen sogar die Straßenschilder kopiert! Beim Bahnhof konnte man sich dann gar nicht entscheiden und hat den unteren Teil im englischen Stil erbaut und ein Dach im französischen Stil draufgesetzt. Ich find’s irgendwie gut!

Eine Kopie von Big Ben steht hier auch rum, den haben die Engländer den Argentiniern geschenkt.
Eigentlich ist der Platz nichts besonderes, er zeigt nur wie chaotisch die Portenños ihre Stadt geplant habe. Rechts neben dem Platz verläuft die große Avenida de 9. Julio. An der Stelle ist sie allerdings etwas schmaler als im Rest der Stadt. Das Haus was hier steht hatte man schon abegrissen, erst dann viel den Stadträten auf, dass direkt daneben die französische Botschaft steht. Um die abzureißen brauchte man aber die Genehmigung von Frankreich. Die wollten aber nicht umziehen. Somit musste die Straße hier verengt werden und aus dem Grundstück mit dem bereits abgerissenen Haus hat man einfach einen hässlichen Park gemacht. 
Ein wunderbares Beispiel wie Argentinier zu Verboten stehen. Wenn es nicht ausdrücklich verboten ist, ist es erlaubt. (Und warum sollte man nicht mit seiner Pferdekutsche auf eine Schnellstraße fahren, wenn man sonst kein Fortbewegungsmittel besitzt?) Somit findet man auf großen Straßen oft Schilder, die nicht nur Fahrrädern und Fußgängern das benutzen der Straße verbieten, sondern auch Pferdekutschen. 

Familien Fehde

Eine Ankedote muss ich noch erzählen. Es geht mal wieder um den uralten Kampf um Macht, Geld und Liebe. Familie Eins ist eine alt eingesessene argentinische Familie mit viel Geld, nennen wir sie  Fernández. Hätte es in Argentinien Titel gegeben, hätten sie bestimmt mehrere Adelstitel gehabt. Familie Zwei ist eine „neureiche“ irische Einwanderungsfamilie, nennen wir sie die O’Neils. Die Fernández haben einen der größten Paläste der Stadt, direkt an einem privaten Park, und weil sie nicht wissen wohin mit ihrem Geld, haben sie auch mal eben eine prächtige Kirche auf der anderen Seite des Parks gebaut. 

Jetzt hat sich Sohnemann Fernández in die Tochter O’Neil verliebt. Die beiden wollen heiraten. Papa Fernández lässt das aber nicht zu, wäre es doch seines Erachtens eine Hochzeit unter dem Stand der Familie. Diese Schmach wollen die O’Neils natürlich nicht auf sich sitzen lassen und während die Fernández Familie die Winter Saison in Paris verbringt, kaufen sie das Grundstück direkt vor der Kirche und bauen dort in Rekordzeit das, zu der damaligen Zeit, höchste Haus in Süd Amerika – im Bauhausstil. Die Kirche ist seitdem nicht sehr wirklich zu sehen und man muss genau wissen wo sie ist, damit man sie besuchen kann. Ich finde die Geschichte einfach wunderbar. Das ist Rache auf einem ganz anderen Niveau. Die kleine Anekdote nur so nebenbei.

Das Gebäude der irischen Familie erinnert an das Flatiron Building in New York. Links vom Gebäude kann man die Kirchtürme sehen
Versteckt: die Kirche der argentinischen Familie

Das Ende ist am Friedhof

Unser dreieinhalb stündiger Spaziergang endet, ziemlich passend, am Friedhof. Der Recoleta Friedhof ist inzwischen voll und nur noch für absolute Ehrenbürger als Grabstelle zugänglich. Seit ein paar Jahren ist er deshalb ein Freilichtmuseum. Man diskutiert allerdings bis heute ob es ein Kultur, Kunst oder Architektur Museum ist. Uns ist die Bezeichnung  ziemlich egal. Wir wollen einfach nur mal drüber laufen.

Die Mausoleen erinnern eigentlich mehr an kleine Paläste als an Gräber. OK, Särge würde man zuhause nicht ganz so prominent präsentieren…Aber hier gibt es jeden Stil an Architektur – modern, altgriechisch, römisch, gotisch…naja, alles eben. Wir laufen ziellos um her, bis wir genug Gräber gesehen haben. Zum Abschluss besuchen wir dann noch Evita. Die ist hier nämlich im Familienmausoleum beerdigt (ist man beerdigt, wenn man in einem Sarg über der Erde liegt?) und dann ist unser Marathon Rundgang durch Buenos Aires vorbei.

Evitas Grab, bzw. das Duarte Mausoleum

Kleiner Neben-Fakt

Argentinien hat keine nennenswerte Industrie. Sie sind voll auf den Export von Lebensmitteln und Leder angewiesen und die Hauptexporte sind nicht etwa Rindfleisch. In den 90iger Jahren waren es Sojapflanzen, heute sind sie der weltgrößte Exporteur von Zitronen. Wer hätte das gedacht…

Die Geschichte vom arroganten Dr. Kaufer

Hannos Auge ist leider immer noch nicht wieder ganz gesund, deshalb haben wir für Mittwoch Morgen um 8 Uhr einen Augenarzt Termin gemacht, bei einem Arzt der von der deutschen Botschaft empfohlen wurde. Dr. Kaufer ist eine 1,5 stündige Odysee entfernt. Als wir endlich angekommen, macht die Klinik einen guten, wenn auch teuren Eindruck. Es gibt sogar jemanden außer Dr. Kaufer, die Deutsch spricht. Hanno erzählt ausführlich was passiert ist und sie schreibt, dem Anschein nach, alles ordentlich auf. Dann geht’s ab ins Behandlungszimmer. Eine argentinische Arzthelferin kommt herein und prüft Hannos Sehstärke – wird wohl ein Standardtest sein, den sie mit allen neuen Patienten machen, denken wir. Dann sehe ich den Arzt, die Arzthelferin und die Rezeptionistin zusammen stehen und beraten. Schon mal ein gutes Zeichen. Man tauscht sich aus, erklärt Dr. Kaufer den Sachverhalt…so halt. Der gute Doktor kommt dann auch ins Zimmer, gibt reihum die Hand schaut sich genau 10 Sekunden Hannos Augen an, ignoriert seine Frage ob noch etwas drin sei, erklärt seine Augen für tolle Augen ohne Sehschwäche und geht wieder. Wir sind beide so vor den Kopf gestoßen, dass wir gar nicht reagieren, brav zahlen und freundlich rauskomplimentiert werden. Häh??? Was ist denn da gerade passiert? Hat irgendjemand in der Klinik überhaupt zugehört? (Es stellt sich in den nächsten Wochen heraus, als wir seine Krankengeschichte per E-Mail anfordern, dass ihm wirklich niemand zugehört hat. So etwas inkompetentes und arrogantes ist uns wirklich noch nie untergekommen!)

Fomo

Wir gehen erst mal frühstücken um uns von dem Schock zu erholen und beschließen trotz dem ärztlichen Misserfolg weiter zu reisen. Heute Abend geht nämlich unser Nachtbus zu unserem nächsten Stopp. Während Hanno erst mal eine Auszeit von der Welt braucht und zurück in die Wohnung geht, entwickle ich gerade Fomo (Für die von euch, die der Jugendsprache nicht mächtig sind: Fomo = Fear Of Missing Out) und es zieht mich in die Stadt. Ich möchte noch mal die Kathedrale sehen und vielleicht zum Puerto Madero, dem neuen Stadtteil von Buenos Aires, dem mit den vielen Hochhäusern.

Die Kathedrale ist ganz cool, eben weil sie nicht aussieht wie eine Kathedrale, sondern wie ein Gerichtsgebäude oder so. Innen sieht sie (für mich) aus wie jede andere Kirche, aber hier befindet sich auch das Grab von San Martín, Argentiniens Held der Revolution.

Das Grab von San Martín

Um zum Puerto Madero zu kommen, läuft man erst mal an ewig langen Baustellen entlang. Dann liegt es vor einem, auf der anderen Seite des Flußes. Klar sind die Hochhäuser imposant und auch die Brücke ist architektonisch schön, aber ehrlich gesagt, könnte ich mich auch in jeder anderen großen Stadt dieser Welt befinden. Es sind halt imposante Hochäuser von Stararchitekten. Von Argentinien spüre ich hier aber nicht viel. Ich begnüge mich mit dem Blick von der anderen Flußseite und mache mich auch den Rückweg. Ich muss noch packen.

Ganz schön knapp

Unser Bus geht um 18 Uhr. Um 15:30 Uhr checken wir aus unserer Wohnung aus. Da wir nicht genau wissen wann wir das nächste Mal etwas Essen werden, gibt es in einem kleinen Cafe gegenüber noch ein verspätetes Mittagessen und ein Glas Rotwein, dann schläft man ja bekanntlich besser. Kurz nach 17 Uhr bestellen wir uns ein Uber. Eigentlich sind wir was Zeitmanagement angehen, inzwischen ziemlich geübt, aber irgendwie liegen wir heute etwas daneben. Da hilft es auch nicht, dass unser Uber-Fahrer der schlechteste Navigator der Welt ist und sich, trotz Navi, gerne mal verfährt. Um 18 Uhr soll der Bus fahren, um 17:50 Uhr stehen wir am Busbahnhof. Das war ganz schön knapp… Der Bus fährt übrigens nach argentinischen Uhren. Er kommt erst um 18 Uhr und wir rollen langsam gegen 18:15 Uhr vom Hof.

Das gemütliche Café Nostalgia in Palermo

Unsere Unterkunft

Apartment in Palermo für 24€/Nacht (gleiches Apartment, aber nicht über AirBnB, sondern direkt mit der Vermieterin geklärt)

Carola

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