3 nights in Bangkok

3 nights in Bangkok

Bangkok vom 1.11.18 bis 4.11.18

Es ist soweit, ich schreibe den ersten Blogeintrag der Reise – und zwar aus der oberen Koje des Nachtzugs von Bangkok nach Surat Thani in den Süden von Thailand. Es geht nämlich auf die Inseln. (Wenn er Online geht, sind wir vermutlich schon auf Koh Lanta.)

Aber zurück zum Anfang: Es ist Dienstag der 30.10.2018. Die Wohnung ist leer geräumt, nur noch die Möbel sind da. Alles ist bereit für die Untermieter. Wir packen noch die letzten Sachen zusammen und dann ist es schon 10:30 Uhr und Phillip steht vor der Tür um uns zum Bahnhof zu bringen. Schon die ganze Woche habe ich widersprüchliche Gefühle. Große Vorfreude wechselt sich mit den Gedanken des Ungewissen ab. Jetzt, wo wir die Wohnungstür für ein Jahr das letzte Mal abschließen, sind diese Gefühle besonders stark. Was wird uns alles erwarten? Wie gehen wir mit all dem Neuen um? Es wird spannend.
Am Bahnhof angekommen: unser Zug fällt aus. Na toll, eine Stunde warten auf den nächsten. Zum Glück sind wir einen Tag früher nach Frankfurt gefahren und haben somit genug Puffer! Irgendwann kommen wir dann auch am Flughafen in Frankfurt an und schaffen es auch das Moxy Airport Hotel zu finden. Ich habe mir dummerweise noch eine Erkältung eingefangen, also erst mal eine Apotheke aufsuchen und dann was zum Abendessen und das Frühstück einkaufen. Schnell noch allen ein letztes Mal Tschüss sagen und ab ins Bett. Morgen geht es ja auf große Reise. Am Mittwoch dann mit der UIA erst mal nach Kiev geflogen. Sehr zu unserem Leidwesen wurden dort aus 2 Stunden Aufenthalt und einer geplanten Abflugzeit von 19:55 Uhr dann geschlagene 12 Stunden Aufenthalt und eine Abflugzeit um 7:45 Uhr. Die Airline konnte und wollte uns nicht mitteilen was das Problem war, mal war es organisatorisch, mal technisch. Die paar Infos die wir bekamen waren leider auch auf ukrainisch, so dass wir relativ ahnungslos die Nacht auf dem Boden des Flughafens verbrachten. Allerdings hatten wir einiges an Entertainment, da sich die Ukrainer reichlich und vor allem laut aufgeregt haben und so sehr mit dem Flughafen Personal und der Airline gestritten haben, dass zeitweise das Militär anwesend war.

In Bangkok sind wir dann natürlich auch 12 Stunden später angekommen und zwar mitten in der Nacht. Die Hostel Mitarbeiter sind aber extra für uns wach geblieben und haben uns noch den Schlüssel für unser Zimmer gegeben. Zum Glück hatten wir ihnen vorher noch aus Kiev Bescheid gegeben.

Dann aber ging es endlich los mit Bangkok! An den nächsten 3 Tagen sind wir Duzende von Kilometern gelaufen und gefahren um soviel von der Stadt wie möglich zu erkunden und haben alles in uns aufgesogen. Wir waren im Grand Palace, im Wat Arun, auf dem Chatuchak Weekend Market und dem Night Train Market, sind Tuk Tuk gefahren und haben das Wassertaxi bezwungen. Auch die Khaosan Road sind wir entlang geschlendert. Gesehen muss man sie mal haben, wie wir finden. Am besten haben uns beiden aber die vielen Garküchen und Street Food Märkte gefallen, die wirklich an jeder Straßenecke zu finden sind. Sei es der Markt in der Yaowarat Street in Chinatown oder die Garküche die ihre Gäste ganz reduziert auf Plastikhockern und Straßenstufen platznehmen lässt und gänzlich auf Tische verzichtet. Wir haben mitgenommen was wir konnten und wofür in unseren Mägen Platz war. Eines meiner persönlichen Highlights war tatsächlich die Fußmassage die wir uns heute gegönnt haben. Es war himmlisch!

Bangkok ist allerdings auch eine Stadt der Wiedersprüche, wie ich finde. Zum Beispiel stehen renovierungsbedürftige Altbauten direkt neben tollen neuen Wolkenkratzern. An einer mehrspurigen, lauten Straße sitzen auch mal Hahn und Huhn als wären sie mitten auf einem Bauernhof. Die Stadt produziert Smog ohne Ende, aber anstatt was dagegen zu unternehmen, tragen die Leute einfach Gesichtsmasken. Es ist eben eine Stadt in der auch ein Street Food Stand einen Michelin Stern erhalten kann.

Ein paar kleinere Herausforderungen gab es natürlich auch. Da die Garküchen ihre Gerichte oft nur auf Thai anpreisen, haben wir uns das ein oder andere Mal gefragt, was wir denn da gerade eigentlich essen. Da es aber immer lecker war, war es uns eigentlich auch egal.

Auch mussten wir uns erst an den asiatischen Verkehr gewöhnen – und dann auch noch Linksverkehr – das ist schon nichts mehr für Anfänger! Autos sind gar nicht so das Problem. Es sind die Tuk Tuks und vor allem die Mopeds die einfach drauf los halten. Unsere Lösung: Einfach ganz oft links und rechts schauen (Man weiß ja nie so genau wo ein Gefährt herkommen könnte) und dann schnell sein! Bis jetzt hat die Taktik gut geklappt.  

Zu guter Letzt ist das mit dem Geld noch so eine Sache. In Thailand kostet jedes Mal Geld abheben am ATM 220 Baht (ca.5,50 €). Da kann auch die DKB nichts machen und erstattet uns den Betrag nicht. Es hat wohl irgendetwas damit zu tun, wie die Bank den Betrag berechnet. Allerdings haben wir in Erfahrung bringen können, das man mit Pass und Kreditkarte auch Geld bei der Bank abheben kann. Hier haben wir nur noch das Problem mit dem Wechselkurs, aber so wie wir es im Moment verstehen, gleicht die DKB einen schlechten Kurs irgendwie aus. Wir werden das mal weiter recherchieren und berichten.

Unser Fazit der ersten drei Tage: Bangkok ist eine wuselige, quirlige und aufregende Metropole. Die viele Farben, Gerüche und Geräusche haben uns beide schon etwas überwältigt. Es gibt so viel zu entdecken und zu bestaunen. Bangkok ist laut, bunt, aromareich, aber auch voller Abgase. Es war toll.

Wenn es irgendwie passt, wollen wir unbedingt noch mal hin, da noch so viel auf unserer Liste steht für das einfach keine Zeit mehr war. Wir sind jetzt nämlich erst einmal reif für die Insel um endgültig in Asien anzukommen und uns in das Leben eines Backpackers zu finden. Momentan haben wir nämlich beide ein bisschen das Gefühl als wären wir noch in der Transitzone, weder hier noch da. Da kann ein bisschen Ruhe und Sonne nicht schaden.

So, jetzt packe ich den Laptop weg, ziehe meinen Vorhang zu und mache es mir in meiner Koje gemütlich. Morgen früh um 6 Uhr ist die Nacht nämlich zu Ende und die Reise geht weiter.

Eure Caro

Unsere Unterkunft in Bangkok:

3 Nächte im Peace Factory Hostel für 21,40 € pro DZ inkl. Frühstück.

Das Hostel war sehr schön, sauber und die Mitarbeiter sehr hilfsbereit. Allerdings ist es ein bisschen weit weg von der nächsten Metro oder LRT Station (ca. 25 Minuten zu Fuß)

Tipp: Die Fenster haben kein Glas, sondern nur Fensterläden aus Holz. Bei Benutzung der Klimaanlage, fehlt daher das Tageslicht. Die Zimmer zum Innenhof haben allerdings Oberlichter, somit ein bisschen Tageslicht. Also nach Möglichkeit danach fragen. Wir hatten leider nicht so viel Glück.

Carola

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