Singapur! und die Reise ans andere Ende der Welt – Teil 1

Singapur! und die Reise ans andere Ende der Welt…

Weltreise Tage 156-157  (05.04-06.04)

Singapur, unser letzter Stopp in Asien. Und was für Einer! Wir stehen an der Marina Bay, hinter uns ragt das Marina Bay Sands Hotel in die Höhe, vor uns Dutzende von Wolkenkratzern. Wir sind überwältigt. Nach 5 Monaten Asien, und den letzten Wochen in Bambushütten mit Eimern als Dusche könnte das Kontrastprogramm nicht größer sein. Aufgeregt laufen wir die nächsten drei Tage wir Duracell Häschen durch die Stadt, saugen alles in uns auf und fotografieren was uns vor die Linse kommt.

Unsere ersten Stunden in Land Nr. 7

„Welcome to Singapore!“ Sagt die nette Stewardess über die Lautsprecher im Flugzeug und obwohl wir vor ein paar Minuten beide noch vor uns hingedöst haben, sind wir plötzlich hell wach. Auf diese Stadt freue ich mich schon seit Beginn der Weltreise. Ich war zwar vor zehn Jahren schon mal kurz hier, aber seit dem hat sich so immens viel getan und die Stadt hat eine Superlative nach der Anderen verwirklicht, das will ich mir unbedingt anschauen. Aber zurück zum Flughafen: Über den Singapore Airport hört man ja so einiges und schon der Weg vom Flugzeug durch die Immigration zu den Gepäckbändern ähnelt eher einem fünf Sterne Hotel als einem Flughafen. Es ist so sauber, alles glänzt und überall stehen Designer Möbel rum. Und es geht extrem effizient zu – etwas das wir gar nicht mehr gewohnt sind. Da stört es auch überhaupt nicht, dass mich die Beamtin bei der Kontrolle noch mal zurück ruft, weil sie mir das falsche Datum in den Pass gestempelt hat. Wir brauchen trotzdem weniger als 30 Minuten bis wir unsere Rucksäcke wieder auf dem Rücken haben. Das Wlan funktioniert natürlich auch super und so ist ein Grab-Taxi schnell organisiert und wir sind 15 Minuten später bei unserer Unterkunft angekommen. Es ist jetzt 1 Uhr Nachts.

Wir haben hier ein Zimmer über AirBnB gemietet, in Singapur die beste und günstigste Variante, wie wir finden. Zum Glück hatten wir im Vorfeld Bescheid gesagt, dass wir spät anreisen würden, so ist die Tür offen und wir wissen genau welches unser Zimmer ist. (Remy, die Hausherrin ist aber trotzdem noch wach, begrüßt uns und zeigt uns alles.) Das tolle an der Unterkunft: der Kühlschrank ist voll mit Frühstückszeug und wir können uns an Toast, Marmelade und Eiern bedienen. Es gibt auch eine Waschmaschine die wir umsonst nutzen können. Perfekt würde ich sagen. Heute steht aber nur noch Duschen auf dem Programm und dann fallen wir gegen 2 Uhr ins Bett. Dummerweise bin ich aber so aufgeregt, dass ich erst gegen halb vier einschlafe. Es wird eine kurze Nacht.

Hier wohnen wir

Hauptpreis – Tourist Pass

Um 7:30 Uhr ist Hanno wach und auch ich quäle mich schweren Herzens eine Stunde später aus dem Bett. Wir sind ja nicht zum faulenzen hier. Frühstück wird in Teamarbeit fertiggemacht (Hanno ist für Kaffee und Toast zuständig, ich für die Spiegeleier) und dann frühstücken wir auf der Terrasse. Boah ist das heiß und schwül hier! Nach vier Wochen frischer Meeresbrise werden wir von der Luftfeuchtigkeit hart erwischt. Egal, wir sind in Singapur!! Um 10:30 Uhr laufen wir vergnügt und hauptsächlich staunend zu unserer U-Bahn Station Paya Lebar und wurschteln uns durch die verschiedenen Ticket Optionen. Der 3-Day Singapore Tourist Pass ist schließlich der Gewinner. Allerdings gibt es den nur an ausgesuchten Stationen. Ein bisschen hat das ganze was von Schnitzeljagd und am Ende gibt es den Preis in Form eines S$20 (ca. 13 €) Touri Passes mit dem wir die nächsten drei Tage so viel U-Bahn und Bus fahren können wie wir wollen. Und wir wollen!

Endlich mal in live!

Als stolze Besitzer des neuen U-Bahn Passes ist unser nächstes Ziel die Marina Bay. Wir wollen gerne als aller erstes die berühmte Skyline von Singapur sehen. Es geht also bis Bayfront und dann durch ein Gewusel von Tunneln – in eine Shopping Mall. Hmm, nicht ganz die Bayfront die wir uns vorgestellt hatten, aber gut, die Schilder zeigen hier lang, außerdem gibt es in der Mall einfach mal einen Fluß auf dem Boote fahren. Dann aber endlich die Promenade und was für Eine. Vor uns die Skyline, hinter uns das riesige Marina Bay Sands. Unsere Zeigefinger haben Hochsaison und kommen aus dem Abdrücken gar nicht mehr heraus. Wir schießen ein Foto nach dem anderen und das Resultat ist eine recht respektable Foto Sammlung mit Skyline Bildern.

Das phänomenale Marina Bay Sands Hotel
super passend!

Immer schön Wasser reinschütten

Als nächstes wollen wir zum Merlion laufen. Eine Statue die halb Löwe und Halb Meerjungfrau ist. Sie ist seit den 70igern das Wahrzeichen von Singapur und so etwas können wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Der Weg führt einmal um die Bay und es ist warm. Meine Wasserflasche ist schnell leer getrunken. Ungläubig schauen wir den Joggern zu, die mal eben in ihrer Mittagspause ’ne runde Laufen gehen. Es ist nämlich 12 Uhr Mittags!! Verrückt! Und einige lächeln beim Laufen sogar. Unsere Prio ist da eher sich so langsam wie möglich fortzubewegen und einen Laden zu finden der uns Wasser verkauft, damit wir wieder was in uns reinschütten können. Nachdem die Mission erfolgreich beendet ist, besuchen wir auch den Merlion, eine recht kleine Statue die von Asiaten umringt ist. Ein Foto muss trotzdem sein und die Reisegruppe Hanno-Caro setzt sich erneut in Bewegung. Neues Zwischenziel ist das Colonial Quarter von Singapur, da wo alles begann, so zu sagen.

Singapore Slings zum Mittag

Von den Kolonialbauten sind in der Innenstadt leider nicht mehr so viele übrig geblieben. Das alte Gerichtsgebäude, heute ein Museum, das Victoria Theater und die Kathedrale stehen noch und natürlich das berühmte Raffles Hotel. Dummerweise wird es gerade von Grund auf renoviert und es reiht sich somit in die schönsten Baustellen der Welt ein, die wir auf unserer Weltreise besichtigen dürfen. Aber was für ein Glück, die Long Bar, dort wo der Singapore Sling erfunden wurde, die ist schon fertig renoviert. Es ist 14 Uhr, aber wir haben ja Urlaub und da kann man schon mal einen Singapore Sling zum Mittag trinken. Wir bekommen auch sofort einen Platz (als wir wieder gehen ist die Warteschlange bestimmt 6 Meter lang) und bestellen uns zwei Drinks. Sie sind zwar ungemein teuer, aber es lohnt sich! Er ist lecker und die Atmosphere, trotz lauter anderen Touristen schon was Besonderes. Der Drink wurde übrigens 1915  erfunden. Da es sich für Damen zu der Zeit nicht schickte in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, erfand der Barkeeper des Raffles einen Drink der aussah wie ein Glas Saft. Den konnten die Damen nun genüsslich in aller Öffentlichkeit an der Long Bar trinken, die sich zu der Zeit noch in der Hotel Lobby befand und als Platz zum Sehen und Gesehen werden genutzt wurde. Wir können bestätigen, es sieht aus wie Saft enthält aber ordentlich Alkohol. Zum Glück standen auf dem Tisch genügend Erdnüsse zum Naschen, sonst hätten wir es wohl nicht mehr so leicht zu unserer nächsten Destination geschafft.

Little India

Nach dem Drink jetzt das Mittagessen, verkehrte Welt, aber wir sind ja schließlich auf Reise, da darf man sowas. Wir haben Lust auf Indisch und Little India wollten wir uns sowieso anschauen. In Singapur gibt es keine Garküchen die an jeder Straßenecke stehen, sondern Hawker Center, hier versammeln sich alle kleinen Stände unter einem Dach. Die Stadt hat das Konzept entwickelt, um Hygiene Standards besser unter Kontrolle haben zu können. Grundsätzlich kein schlechtes Konzept, wie wir finden, auch wenn es den Charme der vielen kleinen Stände an den Straßenecken nicht mehr gibt. Heute kommt uns das Center aber wie gerufen, denn gerade als wir aus der U-Bahn aussteigen fängt es an in Strömen zu regnen. Wir rennen zum Hawker Center und sind sehr froh einDach über unseren Köpfen zu haben. Zu essen gibt es Butter Chicken, Palak Paneer, Tandoori Brot und natürlich Reis. Super lecker und vor allem bezahlbar! S$14 (ca. 9 €) kostet der Spaß.

Der Regen hat jetzt aufgehört und wir sind nicht mehr hungrig. Beste Voraussetzungen um uns das Viertel etwas anzusehen. Das erste das uns auffällt, es ist unglaublich sauber und geordnet! Überall gibt es Schilder was erlaubt und was verboten ist. Ganz anders als wir uns das richtige Indien vorstellen. Aber es riecht schön orientalisch. Nach Gewürzen und Blumen. Wir lassen uns einfach durch die Straßen treiben, fotografieren die Kolonialhäuser, die hier noch zu Hauf stehen und schauen uns die viele Street Art an den Hausfassaden an. Irgendwann ist es dann allerdings Zeit wieder in die U-Bahn zu steigen, denn wir müssen noch ein paar Erledigungen machen.

Das Hawker Center in Little India
Little India

Auf der Suche nach Elektronik – Part 1

Ab geht es auf die Orchard Street, dem Shopping Mecca von Singapur. Hier reiht sich eine Shopping Mall an die nächste und jede ist größer als die Letzte. Unser Ziel ist das ION, eines der neuesten Shopping Center in Singapur. Wir brauchen Elektronik und die kann man bekanntlich super hier shoppen. Die Mehrwertsteuer bekommen wir sogar zurück. Was soll ich sagen, die Mall ist für uns ein Buch mit sieben Siegeln. Wir laufen etwas ziellos durch die Gegend. Es gibt unzählige Rolltreppen die auch gerne mal ein Stockwerk überspringen. Für die Infoscreens scheint man studiert haben zu müssen. Es ist alles modernste Technik, die einem mit kleinen Pfeilen erklärt wo man wie zu laufen hat und welche Rolltreppe zu nehmen ist, verstehen tun wir es aber trotzdem nicht… Also irren wir einfach noch ein bisschen umher und landen in der High-End Abteilung. Umgeben von Gucci, Chanel und Co. merken wir schnell – hier gehören wir nicht hin. Ein paar mal Rolltreppe und Fahrstuhl fahren und wir sind wieder in unserer Welt. Elektronik finden wir aber trotzdem nicht und dann ist es auch schon wieder Zeit weiter zu ziehen, denn wir haben um 20:00 Uhr noch einen Termin an der Bayfront.

Spectre

Jeden Abend gibt es an der Promenade vor dem Marina Bay Sands eine Licht-, Wasser- und Musik Show. Um 19:45 Uhr setzten wir uns also zu den anderen Zuschauern und warten. Was dann kommt haben wir beide so noch nicht gesehen. Alles ist perfekt auf einander abgestimmt und die Inszenierung schon fast pompös. Es war ein bisschen asiatisch, ein bisschen klassisch europäisch, ein bisschen international, wie die Stadt selber halt. Und das einzig doofe ist, dass es schon viel zu schnell zu Ende ist.

Am Ende des Tages ist für Hanno klar, das hier ist die Stadt der Zukunft. Alles ist hochmodern, scheint wie am Schnürchen zu funktionieren. Es ist sauber, geordnet und man hat einfach das Gefühl man hat mal eben einige Jahrzehnte auf dem Flug hierher übersprungen. Nur die fliegenden Autos fehlen noch. (Elektroautos fahren aber schon genug durch die Stadt und haben mich das ein oder andere mal überrascht, als ich planlos, nach bester Touristenmanier mitten auf der Straße stand um ein Bild zu machen.) Dieses Bild von Singapur sollte sich am nächsten Tag nur weiter verfestigen.

Tag 2

Unser zweiter Tag in Singapur beginnt eher unspektakulär. Im Haus ja steht eine Waschmaschine die wir kostenlos nutzen können und solche Gelegenheiten nutzen wir immer gerne, zumal unsere Wäsche teils noch von der Regen-Handwäsche Aktion von Panglao müffelt und wir gerne mal wieder richtig saubere Klamotten hätten. Also werden zwei Maschinen Wäsche gewaschen, auch wenn das bedeutet dass wir beide wie auf heißen Kohlen mehr oder weniger vor der Maschine sitzen um los sprinten zu können sobald der Waschgang beendet ist. Wir haben ja nun mal nur drei Tage in der Stadt und wollen nichts verpassen!

Ab nach Arabien

Es ist später Vormittag als wir los kommen und unser erster Stopp heute ist Little Arabia. Die Moschee soll wunderschön sein und außerdem wollen wir uns anschauen wie unterschiedlich sich Little Arabia sich von Little India anfühlt, wo sie doch beide Stadtteile in der gleichen Stadt sind. Und es fühlt sich wirklich anders an – muslimisch eben. Irgendwie hatte ich mir libanesische Restaurants die Hummus und Schawarma en masse verkaufen vorgestellt. Die gibt es natürlich auch, aber hauptsächlich finden sich hier Halal Restaurants die indonesisches Essen anbieten. Es scheinen viel mehr indonesische Muslime als Araber hier zu leben. Teppich, Stoff und Alibabaleuchten Geschäfte gibt es hier allerdings trotzdem in Hülle und Fülle und mein Klischee Bild von Little Arabia ist wieder hergestellt.

Wir lassen uns durch die Straßen treiben und besichtigen natürlich auch die Moschee – allerdings nur von außen, denn es ist Freitag und die Moschee für Besucher geschlossen. Sie ist wirklich wunderschön und imposant. In Singapur in Little Arabia haben sich jahrzehntelang asiatische Muslime vom ganzen Kontinent gesammelt um von hier aus die Pilgerreise nach Mecca anzutreten. Gegen Mittag machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Wenn wir schon im Stadtteil Arabien sind, dann auch bitte was arabisches denken wir uns und finden schließlich ein Restaurant, in dem die Schawarmas zwar Singapur Preise haben (ca. 7 € pro Wrap) aber dafür zum Glück auch schmecken. Nur der Hummus ist leider komplett geschmacksneutral. Tja, man kann halt nicht immer Glück haben.

Die Sultan Moschee
Hipster-Ville in Little Arabia
Glasleuchten dürfen nicht fehlen
Street Art Nr.1
Street Art Nr.2
Street Art Nr.3

Auf der Suche nach Elektronik – Part 2

Am Vortag waren wir, was die Elektronik anging, ja nicht so erfolgreich, also geht es heute auch noch mal ab in die Mall, diesmal in die Suntec City Mall. Ich mache es kurz: wir sind wieder lange um her gelaufen haben aber nicht das gefunden was wir wollen. Hanno ist jetzt zwar auch stolzer Besitzer von Lärm reduzierenden Kopfhörern, aber ein Auto-Ladegerät für Laptops haben wir immer noch nicht. Naja, eine Runde um den Brunnen des Geldglückes drehen wir noch und ab geht’s zu meinem persönlichen Highlight unsere Singapur Aufenthaltes.

Hanno beim Reichtum wünschen

Gardens by the Bay

Die wohl unglaublichsten Gartenanlagen und Gewächshäuser die wir je gesehen haben warten auf uns. (Das riesige Gewächshaus hat es tatsächlich als Größtes in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft.) Gestern hatten wir uns online Karten für alles gekauft was geht und heute wollen wir den Sky Forest, den Flower Garden und den Skywalk in der Supertree Grove erkunden. Darauf freue ich mich schon, seitdem wir die Reise begonnen haben. Und kurz vorweg: es ist genauso spektakulär wir ich es mir vorgestellt habe.

Der Sky Forest

Nach einem kleinen Umweg um die Karten abzuholen (die hätte man im Marina Bay Sands abholen müssen, wie uns der nette Mann an der Kartenkontrolle des Sky Forest mitteilt – also laufe ich den ganzen Weg noch mal zurück) Können wir endlich rein in die Glaskuppel. Vor uns steht ein vierstöckiger Berg über und über bedeckt mit Pflanzen. Es gibt Bäume, Kletterpflanzen, Farne, Blumen und wer weiß was noch alles. Und natürlich auch einen riesen Wasserfall so was darf in der Superlative natürlich nicht fehlen. Der Rundgang beginnt ganz oben, dafür läuft man aber erst einmal um den Berg herum um dann in den Aufzug zu steigen. Die Vorfreude wird bei mir immer größer. Von hier unten kann man schon die Wege sehen, die in der Luft zu hängen scheinen und auf denen wir gleich auch entlang spazieren werden. Endlich sind wir an der Reihe, gehen in den Lift und steigen ganz oben wieder aus.

Der Weg nach unten ist wirklich atemberaubend. Ich kann gar nicht genau sagen, an was es liegt, vielleicht weil wir uns in einer riesen Glaskugel befinden, in der die Temperatur konstante 20°C hat, während draußen rund 10° mehr sind? Vielleicht weil wir auf Brücken laufen, die bis zu 10 Meter von dem riesen Berg weg ragen, an dem sie befestigt sind? Vielleicht weil hier Pflanzen aus aller Welt fröhlich vor sich hin wachsen? Vielleicht aber auch, weil ich unser Glück gar nicht fassen kann, dass wir gerade hier stehen dürfen und das alles ansehen können. Es ist wohl eine Mischung aus allen genannten Punkten und noch einigen mehr.

Ab in den Flower Garden

Das größte Gewächshaus der Welt ist unser nächstes Ziel und es ist auch extrem beeindruckend. Das riesen Areal ist in verschiedene Gebiete eingeteilt, so kann man zum Beispiel von Australien über Südafrika, an den Olivenbäumen vorbei nach Kalifornien schlendern. Oder man besucht die Niederlande um dann noch einen Abstecher in das Gebiet der Wasser-sammelnden Pflanzen; den Kakteen und Baobabs, zu machen. Wie gesagt, es ist alles äußerst beeindruckend, allerdings müssen wir beide zugeben wir sind nicht sooo riesen Pflanzenfreunde und nach gut einer Stunde haben wir auch genug Grün gesehen, außerdem ist mir kalt hier drinnen im Gewächshaus. Ab geht es zum nächsten Highlight.

Das größte Gewächshaus der Welt. In der Mitte die Niederlande
Süd Afrika
Die Kakteen…
…und Baobabs

Die Supertree Groves

Vielleicht eines der bekanntesten Bilder aus den Gardens sind wohl die riesigen, metallenen, stilistischen Bäume die im Zentrum der Gardens platziert sind. Die Supertrees! Hier gibt es auch eine Hängebrücke die drei der riesigen Bäume miteinander verbindet. Man kann es sich vorstellen – das ist genau unser Ding. Hoch gehen und runter gucken. Was gibt es besseres. Dazu kommt noch, dass wir nicht mal selber laufen müssen, das erledigt ein Aufzug für uns. Wir stellen uns also voller Vorfreude an, unsere Tickets haben wir natürlich parat. „Haben sie einen Uhrzeit-Zettel?“ Fragt die nette Ticket Frau. „Einen was?“ Fragen wir. „Na einen Zettel auf dem das Zeitfenster geschrieben ist, an dem sie auf die Brücke dürfen.“ Nö, so etwas haben wir natürlich nicht. Als ab zum Ticketschalter. Dort erhalten wir auch gerade noch eines der letzten Zeitfenstertickets für den letzten Einlass an diesem Tag. Man haben wir ein Glück. Allerdings ist es jetzt gerade mal 19:15 Uhr und der Einlass ist erst um 21 Uhr. Egal. Hier ist es schön und gleich beginnt die Lichtershow. Wir suchen uns also einen guten Platz zum schauen und da wir hier in Singapur sind und alles super sauber ist, lassen wir uns einfach auf dem Boden nieder und machen es allen anderen gleich, wir legen uns einfach mal komplett hin.

Fantasie Welten

Eine gute Wahl übrigens, denn jetzt können wir fast alle sechs riesen Hauptakteure sehen ohne uns viel bewegen zu müssen. Kurz darauf geht die Show auch schon los. Was soll ich sagen. Sie ist noch großartiger als Spectre am Vortag. Die Macher nehmen uns mit auf eine fantastische Reise durch verschiedenste Welten. Mal gibt es verträumte Melodien dann wieder aufgeregte, laute Klänge. Dann wird es spannend, plötzlich ganz ernst und zum Schluss wieder ganz verspielt. Dazu leuchten die Bäume, besetzt mit hunderten Lichtern natürlich im Takt. Als dann die Titelmelodie für Zurück in die Zukunft ertönt, müssen wir beide schon sehr schmunzeln. Sind wir wohl nicht die einzigen für die das hier die Stadt der Zukunft ist. Auch hier ist das einzig doofe, dass es zu schnell vorbei ist. Allerdings haben wir Glück, denn:

Die Bäume aus unserer Perspektive am Boden
Hanno beim filmen

Weitere Fantasie Welten

Eine Stunde später wird das Spektakel wiederholt und da wir noch auf unser Zeitfenster auf der Hängebrücke warten, schauen wir uns das Ganze gleich noch mal an. (Die Zwischenzeit vertreiben wir uns natürlich mit Abendessen, wenn auch teuer und schlecht von einem Imbisswagen). Die Show ist übrigens auch ein zweites Mal noch fantastisch. Ich glaube ich könnte sie mir noch ein dutzend mal anschauen bevor es mich langweilen würde.

Der Skywalk

Es ist endlich soweit. Es ist 21 Uhr und wir machen uns auf zum Fahrstuhl der uns hoch fahren wird. Oben angekommen sind wir tierisch froh erst jetzt hier zu stehen, im Dunkeln ist die Skyline von Singapur noch ein bisschen imposanter als bei Tag und von hier oben haben wir einen tollen Ausblick. Dank der späten Stunde sind auch nicht mehr so viele Menschen mit uns hier oben und wir lassen uns richtig Zeit um uns alles in Ruhe anzusehen. Von hier aus hat man nämlich nicht nur einen tollen Ausblick auf die Skyline und das Marina Bay Sands sondern sieht auch alle Supertrees die hier in den Gardens so rumstehen, kann die beiden Gewächshäuser genauestens betrachten und sieht auch das Riesenrad (das zweitgrößte der Welt) in seinem ganzen Ausmaß. Eigentlich könnten wir noch ewig hier bleiben, aber irgendwann reißen wir uns dann doch von dem Anblick weg und machen uns auf in Richtung Marina Bay Sands.

Auf einen Drink in der Sky Bar

Auch wenn wir den ganzen Tag unterwegs waren, Shorts und Turnschuhe tragen und einen Rucksack dabei haben, die Skybar des bekanntesten Hotels in Singapur wollen wir uns unter keinen Umständen entgehen lassen. Außerdem ist es ja wohl der ultimative „Hoch-geh-und-runter-guck“ Ort. Am Eingang zum Fahrstuhl der Bar hat sich schon eine Schlange gebildet, es ist ja inzwischen auch kurz vor 22 Uhr. Zu unserer Erleichterung sind auch noch andere Touris in Shorts und mit Rucksack in der Schlange, also scheinen sie es hier mit der Kleiderordnung nicht ganz so genau zu nehmen. Relativ schnell haben wir dann auch unsere 20 Dollar Eintritt gezahlt und einen Gutschein für den selben Betrag in der Hand. Den können wir nämlich oben gegen etwas Flüssiges eintauschen. Und was soll ich sagen, auch diese Aktion hat sich gelohnt. Vielleicht nicht wegen der Drinks, die haben nämlich eher nach Saft geschmeckt als nach alkoholischen Mix Getränken, aber wegen des Ausblicks. So eine Skyline bei Nacht hat schon was!

Unsere Unterkunft

3 Nächte im AirBnB für 39 € pro DZ/Nacht inkl. Frühstück

Carola

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